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"In mir ist direkt was gestorben"

Sladjana, Manal, Karina und Kristina sind Freundinnen. In ihrer Stadt Hamburg müssen sie sich fast täglich mit Sexismus auseinandersetzen. In einer WhatsApp-Gruppe tauschen sich die vier Frauen über ihre persönlichen Erfahrungen aus.

Zu den Personen: Karina, Manal und Sladjana sind 25 Jahre alt. Karina hat Kulturwissenschaften studiert und arbeitet mittlerweile in der Beauty-Branche. Manal studiert Jura und Sladjana arbeitet als Redakteurin. Sie kennen sich seit der Schulzeit. Kristina ist Sladjanas Schwester. Sie ist 32 und Grafik-Designerin. In der Bahn starren sie alle am liebsten auf ihr Handy und haben Kopfhörer in den Ohren.

Der Chat ist echt, die Namen auch.


Gerechtigkeit

Wie junge Muslima auf YouTube die Männerwelt in Saudi-Arabien aufmischen
"Die Videos sind nicht nur für mich – sondern für alle Frauen!"

Amal arbeitet gerade an einer kleinen Revolution. Sie nimmt dafür zwei Eier in die Hand, zerbricht sie über einer Schüssel und fügt Mehl und Milch hinzu. Dann zerquirlt Amal die Masse, gießt sie in eine Pfanne und macht Crepes. Mit einer Kamera filmt sie ihre Hände bei der Arbeit – das Video auf YouTube haben bereits mehr als fünf Millionen Menschen gesehen. 

Die meisten kommen wahrscheinlich aus Saudi-Arabien, denn dort ist Amal El-Mziryahi ein Star. Sie gehört zu einer Gruppe junger Frauen, die online für Aufsehen sorgen.