Bild: Chris Grodotzki/Sea-Watch.org/dpa

Die deutschen Rettungsschiffe "Sea Watch 3" und "Professor Albrecht Penck" dürfen nach 18 Tagen in Malta anlegen. Die insgesamt 49 Geflüchteten sollen auf Deutschland und sieben weitere EU-Länder verteilt werden, erklärte der maltesische Premierminister Joseph Muscat. (ZDF)

Was war passiert?

Am 22. Dezember hatte die Besatzung der "Sea Watch 3" 32 in Seenot geratene Menschen aufgenommen, eine Woche später nahm die "Professor Albrecht Penck" weitere 17 Menschen auf. Doch bislang durfen die Schiffe nicht in Europa anlegen. Malta, Italien und auch Spanien verweigerten den Migrantinnen und Migranten einen sicheren Hafen. 

Vergangene Woche durften die beiden Schiffe nach mehreren Tagen auf stürmischer See zumindest in die Gewässer von Malta einfahren. Weil sich aber nur einzelne EU-Länder dazu bereit erklärt hatten, einige der Menschen aufzunehmen, blieb es jedoch bei dieser Geste – anlegen durften die Schiffe nicht.

Dass die maltesische Regierung die Geflüchteten erst jetzt an Land gelassen hat, hat wohl auch mit Kalkül zu tun.

Premierminister Muscat hatte als Gegenleistung für das Anlegen der Schiffe gefordert, dass andere EU-Staaten auch einen Großteil der 249 Migranten aufnehmen sollten, welche maltesische Schiffe über die Weihnachtstage aufgenommen hatte.

Nun sollen neben den 49 Menschen auf den deutschen Rettungsschiffen 220 weitere Migranten auf Deutschland, Frankreich, Portugal, Irland, Rumänien, Luxemburg, die Niederlande und Italien verteilt werden.

An Bord der Schiffe hatte sich in den vergangenen Tagen die Lage dramatisch zugespitzt. Kinderärztin Stephanie Schüssele, die noch bis Freitag an Bord der "Sea Watch 3" gewesen war, berichtete in der "Frankfurter Rundschau" von großer Verzweiflung unter den Migranten. Die meisten von ihnen seien seekrank geworden und müssten sich übergeben. Aufgrund der Enge an Bord könnten sich Krankheiten zudem schnell verbreiten. 


Food

Behörde beschwert sich, dass die Lemonaid-Limo zu wenig Zucker enthält 🤔
Ist das nicht... gut?

Wenn wir Süßigkeiten futtern, stopfen wir uns mit Zucker voll. Das wissen wir. Auch dass in Limonade Zucker steckt, wissen wir. Tatsächlich nehmen wir im Schnitt sogar mehr Zucker über Softdrinks auf als über Süßes (bento).

Wenn es also einen Limonaden-Hersteller gibt, der sich Mühe gibt, den Zuckeranteil zu reduzieren – dann sollte das doch was Gutes sein? Nicht unbedingt. 

Der Getränkehersteller Lemonaid wurde nun abgemahnt – weil die Sorte "Lemonaid Limette" zu wenig Zucker enthält.

Die Hamburger Bio-Marke gibt es seit 2009. Und seitdem wird in dem Rezept auf einen niedrigen Zuckeranteil geachtet. Eigentlich ist das etwas Gutes – in einer aktuellen Studie zur Ernährung in Deutschland gaben 84 Prozent der Befragten an, sie wünschten sich weniger Zucker in Fertigprodukten (BMEL). 

Doch nun wurde ausgerechnet der niedrige Zuckergehalt von Lemonaid vom zuständigen Bezirksamt bemängelt. (Kieler Nachrichten)

  • Warum? Gemäß der Leitsätze für Erfrischungsgetränke des Bundesernährungsministeriums dürfen nur jene Getränke als Limonade bezeichnet werden, die einen Gesamtzuckergehalt von mindestens sieben Gewichtsprozent aufweisen. 

"Lemonaid Limette" enthält jedoch nur sechs Prozent Zucker. Nach Urteil der Politik ist es also keine echte Limonade und darf auch nicht mehr so genannt werden. Die zuständige Behörde will nun eine Rezepturanpassung. Andernfalls müsse die Marke ihre Produkte in "Erfrischungsgetränk" umbenennen. 

Erfrischungsgeträid...oder so.

Unternehmensgründer Paul Bethke bezeichnet das in einer Stellungnahme als albern: "Wir bieten seit fast zehn Jahren Limonade wie hausgemacht an. Wenn die Verbraucher die nicht süß genug finden würden, wäre dies sicher mittlerweile bei uns angekommen."