Bild: Chris Grodotzki/Sea-Watch.org/dpa
Die EU-Staaten können sich nicht über eine Rettung einigen

Seit mehr als zwei Wochen liegen die deutschen Rettungsschiffe "Sea Watch 3" und "Professor Albrecht Penck" vor Malta, weil sich die EU-Länder nicht auf eine Verteilung der 49 Geflüchteten einigen können, die die beiden Schiffe gerettet haben. Jetzt sind einige von ihnen offenbar in einen Hungerstreik getreten (SPIEGEL ONLINE).

Was ist da los?

Am 22. Dezember 2018 hatte die "Sea Watch" insgesamt 32 Geflüchtete aus Seenot gerettet. Eine Woche später konnte das ebenfalls deutsche Rettungsschiff "Professor Albrecht Penck" zusätzlich 17 Menschen vor Libyen aus dem Wasser retten (bento).

Seitdem bitten die Schiffe, in einem sicheren Hafen anlegen zu dürfen. Aufgrund des hohen Wellenganges hatte Malta ihnen erlaubt, in deren Hoheitsgewässer zu fahren. Anlegen durften sie aber nicht, da Maltas Ministerpräsident Joseph Muscat "keinen Präzedenzfall schaffen will". 

Wie ist die Lage auf den Rettungsschiffen?

Zunehmend schlechter. Auf der "Professor Albrecht Penck" müsse Trinkwasser streng rationiert werden, teilte die Hilfsorganisation Sea Eye mit. Die 17 Geflüchteten an Bord schliefen seit mehr als zwei Wochen auf der Krankenstation des Schiffes. Sie litten an Seekrankheit, müssten sich eine Toilette teilen. Wechselkleidung und Matratzen gebe es nicht, so Sea Eye weiter.

Auf der "Sea Watch 3" werde die Lage ebenfalls zunehmend instabiler, berichtet der Bordarzt Frank Dörner. Mittlerweile würden sogar einige Geflüchtete die Nahrung verweigern. "Wir fürchten, dass sich ihr psychischer und gesundheitlicher Zustand deutlich verschlechtert", so Sea Watch in einem Tweet.

Wie geht es jetzt weiter?

Das ist unklar. Laut eines Sprechers der EU-Kommission arbeiten die EU-Staaten daran, eine Lösung zur Verteilung der Geflüchteten zu finden. Dabei rief die Kommission zu "mehr Solidarität der Mitgliedsstaaten" auf.

Malta sei bereit, die Geflüchteten aufzunehmen, aber nur unter der Bedingungen, 200 andere Geflüchtete in weitere EU-Staaten zu verteilen. Zu den aufnahmebereiten Ländern gehören neben Malta Deutschland, die Niederlande, Frankreich, Italien, Portugal, Luxemburg, Irland und Rumänien.

Mit Material von dpa


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