"How much is the fish?" – Scooter haben sich nie gescheut, die ganz harten Fragen zu stellen. Doch die aktuellste bringt sie nun in die Bedrängnis: Ist ein Auftritt der Band auf der von Russland besetzten Krim in Ordnung?

Um welches Konzert geht es?

Auf ihrer aktuellen Tour besuchen Scooter wie immer einige deutsche Städte, aber auch Festivals im Ausland. Zum Beispiel eines in Finnland, in Schweden, Polen, Estland und den Niederlanden. Und eben auch ein Festival auf der Krim.

Das "ZB Festival" findet am ersten Augustwochenende in Balaklava statt, eine Stadt am südlichen Zipfel der Krim-Halbinsel. Das Festival ist während der andauernden Russland-Besatzung entstanden und fand im vergangenen Jahr zum ersten Mal statt. Dieses Jahr treten dort sechs russische Künstler auf – und eben Scooter.

Warum regen sich darüber Leute auf?

Russland hat 2014 die Krim völkerrechtswidrig annektiert. Die Folge: Zehntausende Menschen sind geflohen, viele werden gezielt verfolgt, am stärksten trifft dies die muslimische Minderheit der Tataren.

Für die russische Regierung ist die Lage klar: Die Krim gehört zu Russland. 

Das sehen die meisten Länder aber anders: Die Vollversammlung der Uno beschloss im Dezember 2016, Russland offiziell als Besatzungsmacht zu definieren, nicht als rechtmäßigen Eigentümer der Halbinsel.

Die EU hat seit drei Jahren Sanktionen gegen Russland verhängt. Russland selbst schickt Panzer in die Region (bento). Dass Scooter nun also auf einem russischen Festival auf der Krim auftritt, sorgt nicht nur bei ukrainischen Medien für Wut.

Die Europaabgeordnete Rebecca Harms von den Grünen fasste die Kritik so zusammen:

Der Auftritt ist auch ein Affront gegen die ukrainische Regierung. Denn die hat strenge Regeln für eine Einreise in die Krim erlassen. Künstler brauchen eine spezielle Genehmigung und dürfen nur auf dem Landweg auf die Krim reisen. 

Die russische ESC-Kandidatin Julia Samoilowa hatte sich 2015 bei einem Auftritt auf der Krim nicht daran gehalten und darf seitdem drei Jahre lang nicht in die Ukraine einreisen (SPIEGEL ONLINE). Sie verpasste dadurch auch die Teilnahme am ESC-Finale in Kiew in diesem Jahr.

Scooter plant, laut Bild-Informationen, eine Einreise mit dem Flugzeug – würde also ebenfalls gegen das Gesetz verstoßen. Im schlimmsten Fall drohen bei einem Verstoß bis zu acht Jahre Haft.

Was sagt Scooter dazu?

Frontman H.P. Baxxter sagte zur Bild

Wir fahren nicht auf die Krim, um dort Politik zu machen, sondern weil wir dort unsere Fanbase haben. Der wollen wir etwas bieten.
H.P. Baxxter

Und Bandmanager Jens Thele fügte hinzu: "Uns war gar nicht bewusst, dass wir uns hier in einen politischen Konflikt hineinbewegen. Unsere Musik ist völlig unpolitisch und wir wollen uns aus politischen Dingen raushalten. Wir besuchen die Ukraine und Russland seit 1995 und haben dort viele Fans, die sich auf Scooter freuen."

Was denkst du:

Im vergangenen Jahr hat Scooter auch in den USA ein wenig Bekanntheit erlangt:


Fühlen

Dieses Höschen soll das offizielle Menstruations-Emoji werden

Dein Smartphone hat kein Emoji für die weibliche Periode. Das soll sich auf Wunsch der Aktivisten von Plan International nun ändern. Sie wollen gegen die Stigmatisierung der Menstruation ankämpfen und setzen sich für mehr Intimhygiene ein. 

Damit die Periode als so normal betrachtet wird, wie sie ist, gibt es nun ein Menstruations-Emoji.

Also: vielleicht.