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Worum geht es?

Das Vertrauen in die Wissenschaft scheint zu sinken – vor allem bei zahlreichen Staatsoberhäuptern. Dagegen wollen sich Wissenschaftler jetzt wehren und gehen am Samstag beim "March for Science" auf die Straße. In mehr als 600 Städten weltweit finden Protestaktionen für die Freiheit von Wissenschaft und Forschung statt (Deutsche Welle).

Warum ist das wichtig?

Wissenschaftlern haben wir die größten Errungenschaften in Bereichen wie Gesundheit, Klima, Technik und Sicherheit zu verdanken. Doch zahlreiche Forscher sehen ihren Job und ihr Ansehen in Gefahr (Zeit.de). Donald Trump hatte den Klimawandel einst als eine Lüge dargestellt, außerdem wird Forschungseinrichtungen in den USA die Förderung entzogen. 

Doch das ist nicht allein ein US-Problem. In der Türkei gehören Wissenschaftler zu politisch Verfolgten, wenn sie nicht der Regierungslinie folgen (bento). Und Ungarn unterdrückt die Selbstbestimmung seiner Universitäten.

Wer steckt dahinter?

Zu den Protesten aufgerufen hat eine Gruppe von Wissenschaftlern, die sich nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten zusammengefunden hat. Sie gingen bereits Mitte Februar in Boston auf die Straße. Damals stand unter anderem auf den Plakten: "Echte Fakten, falscher Präsident" (SPIEGEL ONLINE).

Die ersten Eindrücke:
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Wo finden die Veranstaltungen in Deutschland statt?

Bei uns beteiligen sich mindestens 18 Universitätsstädte – unter anderem Berlin, Bonn, Dresden, Frankfurt, Freiburg, Göttingen, Greifswald, Hamburg, Heidelberg, Jena, Koblenz, Köln, Leipzig, München, Münster, Rostock, Stuttgart und Tübingen. Und auch auf der Nordseeinsel Helgoland soll es am Samstag einen kurzen "March for Science" geben.

In Berlin soll der Marsch um 13 Uhr vor der Humboldt-Universität starten und zum Brandenburger Tor führen, wo die Abschlusskundgebung stattfindet (tagesspiegel.de). Hier findest du noch mehr Infos. 

Warum gerade am 22. April?

Es ist ein symbolträchtiges Datum, denn der 22. April ist der "World Earth Day", an dem traditionell zum Schutz der Erde aufgerufen wird. 

Vorbild für die Demonstration ist übrigens der "Women's March", bei dem Ende Januar weltweit Millionen Menschen für Frauenrechte und gegen Trump protestierten (bento). Auch die Hauptveranstaltung des "March for Science" wird in Washington am Weißen Haus vorbeiführen.


Trip

Tanzen und entspannen: Diese Festivals sind Party UND Urlaub

Festivals bedeuten: feiern mit Freunden, gute Musik hören, unterm Sternenhimmel tanzen, im Zelt kuscheln. Und: fünf Tage Dosenravioli, matschiger Boden, ungemütliche Isomatten, zu viel Alkohol.

Nach einem Festival wünschen sich viele erst mal eine lange Dusche, gesundes Essen und Schlaf – aber vor allem möchten viele am liebsten gleich einen Urlaub buchen, um sich Festivalstrapazen zu erholen. Nur: Wer hat dafür schon Zeit oder Geld?