Es wäre eine radikale Verbesserung eines angestaubten Gesetzes.

In Schweden gelten strenge Auflagen für Transmenschen, die ihr Geschlecht ändern wollen. Wer bei einer Behörde einen Antrag stellen will, muss umfangreiche psychologische Gutachten und medizinische Untersuchungen nachweisen. Für einen operativen Eingriff gilt das gleiche. Bis 2013 galt sogar, dass sich Transmenschen vor der Umwandlung sterilisieren lassen mussten ("The Local").

Diese Regel wurde abgeschafft – und auch mit den anderen Auflagen soll nun Schluss sein: Die schwedische Regierung hat ein Gesetz ausgearbeitet, dass es Transmenschen ermöglicht, ohne medizinische Kontrolle legal das Geschlecht im Pass ändern zu dürfen ("Aftonbladet").

Soll heißen: Wer sich im falschen Körper fühlt, muss das nicht länger von Psychologen beweisen lassen.

Das Gesetz wird von Schwedens Gesundheitsminister Gabriel Wikström vorangetrieben. Vielen Transmenschen gehe es gesundheitlich schlecht, weil die langwierigen Prozesse der Geschlechtsumwandlung sehr stressig seien, sagte er bei der Vorstellung des Gesetzentwurfs ("The Local"). "Das neue Gesetz kann hoffentlich dabei helfen, diese Prozesse zu verkürzen."

Wikström hatte einen Zeitungsartikel über Jacob gelesen. Der 20-Jährige sah sich genötigt, sich zu prostituieren – nur um die Medikamente zu bezahlen. "Der Artikel hat mich berührt", sagte Wikström "Aftonbladet".

"Das ist ein so erschreckendes, aber leider nicht einzigartiges Beispiel dafür, zu was viele Transpersonen gezwungen werden, nur um die Menschen zu sein, die sie sind."
Gabriel Wikström

Deswegen müsse der Staat jetzt einfach handeln.

Gemeinsam mit der Kulturministerin Alice Bah Kuhnke wirbt Wikström auf Twitter für das Gesetz. Es gehe darum, die schwedische "Geschlechts-Identitäts-Regelung" zu erneuern:

Die Regelung ist von 1972. Ministerin Kuhnke meint, Schweden müsse dringend die Regelung modernisieren. "Es ist nicht der Staat , sondern du selbst, der über sein Geschlecht bestimmen soll", sagte sie "Aftonbladet". "Das ist eine Freiheitsreform für Transpersonen."

Es gebe Kräfte in der Gesellschaft, "die den Menschen ihre Freiheit nicht geben möchten", sagte Kuhnke. Aber sie hofft, dass viele Parteien im schwedischen Parlament dem neuen Gesetz zustimmen. Es könnte dann spätestens im Frühjahr 2018 verabschiedet werden.

Dass es klappt, ist nicht unwahrscheinlich. Erst Ende Januar hatte Schweden einen ersten Schritt hin zur Anerkennung von Transmenschen getan. Die Regierung hörte damit auf, Transgender als "psychisch krank" einzustufen ("Pink News").

Betroffene freuten sich: "Wird verf*ckt noch mal Zeit. Wir sind nicht krank, erst recht nicht psychisch", schrieb ein Aktivist auf Twitter:

Die Änderung kam nicht von ungefähr. Schweden orientierte sich an einer Regelung der Weltgesundheitsorganisation. Die hatte sich im vergangenen Sommer mit den psychischen Störungen von Transmenschen auseinandergesetzt – und war zu neuen Erkenntnissen gekommen:


Haha

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