Eigentlich war die Broschüre fürs Überleben in Kriegszeiten gedacht.

Ist die Welt, in der wir leben, unsicherer geworden? Schwedens Regierung sagt jetzt: Ja, ein bisschen. 

Daher wird nun eine alte Broschüre wieder aufgelegt, die über die Gefahren im Krieg informiert.

Die Broschüre heißt "Om kriget kommer" – "Wenn der Krieg kommt" – und wurde erstmals in den 1940ern zur Zeit des Zweiten Weltkriegs an alle schwedischen Haushalte verteilt. Sie gab den Schweden Tipps, wie man sich in Ernstfällen verhält. Bis 1991, bis zum Ende des Kalten Krieges, wurde die Broschüre aufgelegt.

Und nun soll die Krisen-Broschüre wieder zurückkommen.

Sie wird Ende Mai oder Anfang Juni an etwa 4,7 Millionen schwedische Haushalte verteilt – im Rahmen der "Notfall-Vorbereitungswoche". Das gab die Regierung bekannt. In der Woche informiert die Regierung über Notfälle, Naturkatastrophen und Anschläge. Sie dient dem Schutz der Bürger. (Aftonbladet/The Local)

So sah die Broschüre früher aus:

Die Broschüre werde aktuellen Fragen angepasst, sagt Christina Andersson, Sprecherin bei der schwedischen Zivilschutzbehörde. So soll es nicht mehr nur um Krieg gehen, sondern auch um richtiges Verhalten bei Terrorangriffen, Naturkatastrophen, um den Klimawandel und die Verbreitung von Propaganda und Fake News. 

Die Menschen hätten ein zunehmendes Bedürfnis, "sich vor Krisen und Kriegen zu schützen", sagt Andersson. Viele hätten im vergangenen Jahr Nachfragen in Sachen Atomkonflikt gehabt. Im Heftchen gehe es daher darum, wie man sich vorbereitet, "wenn sich das alltägliche Leben auf den Kopf stellt". (Quartz)

Klimawandel, Propaganda, Atomkrieg? Die Broschüre wirkt vor allem wie eine Reaktion auf die Welt in Zeiten von Trump, Putin & Co.

Die Angst vor einem militärischen Konflikt scheint groß zu sein im Land. Erst im vergangenen Jahr hat Schweden ein altes Militärprotokoll reaktiviert, das besser vor möglichen Aggressionen von Russland schützen soll. (Quartz


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