Bild: twitter.com/HannaIngber

Woher kommst du? Nein, nein, woher kommst du wirklich? Diese Frage muss sich der Berliner Isaiah Lopaz laut der "New York Times" dauernd anhören. Einfach, weil er schwarz ist.

Lopaz, 36 Jahre alt, Künstler, Afroamerikaner und seit Jahren in Deutschland zu Hause, ist die dauernden Fragen leid. Von seinen Dreadlocks hat er sich laut dem Zeitungsbericht bereits getrennt. Denn fast jedes Mal, wenn er das Haus verlassen habe, sei er nach Drogen gefragt worden.

Jetzt ist er in die Offensive gegangen und fragt sein Gegenüber selbst: "Woher kriege ich Drogen?" In großen schwarzen Lettern hat er es auf ein T-Shirt gedruckt. Jeder, der ihm gegenübersteht, wird so mit seinen eigenen Vorurteilen konfrontiert.

Da er weitere Ressentiments gewohnt ist, blieb es nicht bei einem Motiv: Auf seinem Blog "Him Noir" zeigt er sich mit verschiedenen T-Shirts. "Und wann gehst du wieder?", steht da etwa. Oder: "Obwohl du schwarz bist, bist du wirklich sehr schön."

Selbst zu einer Minderheit zu gehören, schützt laut Lopaz übrigens nicht vor Vorurteilen: "Ich bin schwul, ich kann kein Rassist sein", steht deshalb auch auf einem seiner Shirts, mit dem er sich an die homosexuelle Community wendet.

Denn er habe selbst als Schwuler erlebt, dass andere schwule Berliner sich schlicht nicht vorstellen konnten, dass er, der doch schwarz ist, schwul sei. Der "New York Times" sagte er, "das ist etwas, was ich nur aus Deutschland kenne".

Dieser Text ist zuerst auf SPIEGEL ONLINE erschienen.


Haha

So läuft wirklich JEDER Besuch auf dem Weihnachtsmarkt ab
Mit Schuss
"Oh, der Weihnachtsmarkt hat schon offen."
"Das wird ja auch jedes Jahr früher."
"Dieses Jahr wollte ich eigentlich gar nicht hingehen."