Bild: YouTube/Muslimgirl
Das steckt dahinter.

Saudi-Arabien hat seit knapp einem Jahr einen neuen starken Mann an seiner Spitze: den 32-jährigen Mohammed bin Salman. Salman, "MbS" genannt, ist nicht der Herrscher, aber der Kronprinz in dem erzkonservativen Königreich – und hat längst das Sagen.

In den vergangenen Monaten hat er mehrere Neuerungen eingeführt, vor allem für Frauen. Sie dürfen Auto fahren, Kinos besuchen, sich politisch engagieren. Nun regt "MbS" eine weitere große Neuerung an:

Saudi-Arabien soll Frauen keine Verhüllung von Kopf und Gesicht mehr vorschreiben.

Das kündigte Salman in dem Interviewformat "60 Minutes" mit dem US-Sender CBS an. Demnach dürften saudische Gesetze nicht vorschreiben, was sie tragen sollen. Denn im Islam sei alles bereits klar geregelt: "Frauen sollen dezente und respektvolle Kleidung tragen, ebenso wie Männer." Mehr Regelung sei demnach nicht nötig.

Auf die Frage, ob Frauen gleichberechtigt seien, antwortete Salman:

Absolut. Wir sind alle Menschen und es gibt keine Unterschiede.
Mohammed bin Salman

Tatsächlich steht im Koran nur, dass sich Frauen und Männer züchtig kleiden sollen. In vielen islamisch geprägten Ländern tragen daher beide Geschlechter oft lange Kleidung und Kopfbedeckung. 

Wie Niqab und Burka im Islam bewertet werden

Im Islam gilt es als gotteswürdig, sich nicht zu sehr zu entblößen, das gilt für Männer und Frauen. Der Koran kennt allerdings kein klares Verhüllungsgebot – stattdessen wird in drei Versen nur vage züchtiges Kleiden erwähnt. Über die Jahrhunderte haben sich in muslimisch geprägten Ländern so sehr unterschiedliche Kleidervorschriften entwickelt.

Die konservativsten Formen sind die Burka in Pakistan und Afghanistan sowie der Niqab in Saudi-Arabien und im Jemen. Beide sind eher moderne Erscheinungen. In früheren Jahrhunderten waren sie kaum verbreitet, viele muslimisch geprägte Länder verbieten heute sogar Vollverschleierung in öffentlichen Einrichtungen.

Auch wenn sich Muslima aus freien Stücken für die Vollverschleierung entscheiden – viele tragen sie auch unter gesellschaftlichem Zwang. Besonders in Saudi-Arabien gilt noch eine konservative bis extremistische Auslegung des Koran. Viele Gläubige begreifen daher die Vollverschleierung als Gottesgebot.

In Saudi-Arabien hatte sich jedoch durchgesetzt, dass sich Frauen strenger verhüllen sollen. Noch im vergangenen Jahr gab es Streit um eine junge Frau, die sich auf Snapchat im Minirock gezeigt hatte:

Viele tragen die Abaja, ein bodenlanges, schwarzes Gewand und den Niqab, einen Gesichtsschleier. Gesetzlich festgelegt war das nicht, die saudischen Religionswächter rügten dennoch Frauen, die sich weniger verhüllt in die Öffentlichkeit wagten. 

Durch die Äußerung von Kronprinz Salman könnte sich das nun ändern.


Haha

Dieses Meme zeigt die deutschen Antworten auf Game of Thrones und Elon Musk
Die Drachen heißen hier halt Tabaluga.

Deutschland 2018, das sind Große Koalition, Rapper in Schwammkostümen und Klaas Heufer-Umlauf. Schlechtes WLAN, pfiffige Burger-Restaurants mit Birkenholz und Julia Engelmann. Zwölf Jahre Merkel haben uns so ausgezehrt, dass selbst Jens Spahn Aufregung verspricht.