Bild: dpa/Kirill Kudryavtsev
...und liegt damit gar nicht so falsch

Die USA haben am Donnerstag Sanktionen gegen Russland verhängt.

Sie werfen der russischen Regierung vor, die US-Wahl beeinflusst zu haben. Eine Gruppe russischer Hacker soll hinter einem Angriff auf die Computer der Demokraten stecken und E-Mails zur Veröffentlichung an Wikileaks weitergegeben haben. Die Veröffentlichung der E-Mails schadete Hillary Clinton im Wahlkampf. (SPIEGEL ONLINE)

Und wie reagieren die Russen? Unter anderem so:

Dieses Foto postete die russische Botschaft in London. Der Account ist von Twitter verifiziert.

Was hat es mit der Ente auf sich?

"Lame duck", also "lahme Ente", ist in den USA ein gängiger Ausdruck. Damit bezeichnen die Amerikaner einen Präsidenten, der nicht zur Wiederwahl antritt und deswegen als machtlos gilt. Ausländische und amerikanische Politiker wissen, dass bald ein neuer Präsident die Entscheidungen treffen wird. Wer nimmt den aktuellen Präsidenten noch ernst, wenn er in ein paar Wochen nichts mehr zu sagen hat?

Genau das ist die Situation, in der sich Barack Obama derzeit befindet. Ganz falsch liegen die Russen mit dem Meme also nicht. Donald Trump wird erst am 20. Januar als Präsident vereidigt werden. Trotzdem beeinflusst er bereits die US-Politik, entweder per Twitter oder im persönlichen Gespräch mit ausländischen Staatschefs.

So intervenierte Trump offenbar persönlich beim ägyptischen Präsidenten und brachte ihn dazu, eine israelkritische Uno-Resolution zurückzuziehen. Auch Obamas Sanktionen gegen Russland sieht Trump kritisch. "Es ist Zeit, dass sich unser Land größeren und besseren Dingen zuwendet", sagte er. Sobald er im Amt ist, könnte er die Sanktionen wieder aufheben. (SPIEGEL ONLINE)

Welche Sanktionen haben die USA genau verhängt?

Noch nie haben die USA so scharfe Sanktionen wegen eines Hackerangriffs erlassen. Trotzdem wirken sie vor allem symbolisch (Süddeutsche Zeitung). Der Überblick:

  • Mehrere russische Unternehmen und die beiden wichtigsten Geheimdienste des Landes sollen mit Sanktionen belegt werden. Persönlich nennt die US-Regierung in ihrem Strafdekret die Namen der vier ranghöchsten Mitarbeiter des russischen Militärgeheimdienstes GRU. Ihnen könnte die Einreise in die USA verweigert und ihre Konten könnten gesperrt werden.
  • 35 russische Diplomaten und Agenten sollen innerhalb von drei Tagen die USA verlassen. Mit den gehackten E-Mails haben sie nichts zu tun. Ihre Ausweisung ist eine Revanche dafür, dass US-Diplomaten in Russland seit Langem gegängelt würden, so das amerikanische Außenministerium.
  • Die USA verweigern den russischen Diplomaten Zugang zu zwei Anwesen in New York und Maryland. Die Häuser sollen für Spionage-Zwecke benutzt worden sein.
Ist die lahme Ente Russlands einzige Reaktion?
(Bild: Getty Images/Sean Gallup)

Nein. Allerdings wird Russland zunächst keine vergleichbaren Sanktionen gegen die USA verhängen. Am Freitagvormittag hatte Russlands Außenminister Sergej Lawrow zunächst gesagt, dass er Wladimir Putin empfohlen habe, 35 US-Diplomaten auszuweisen. Am Nachmittag lehnte Putin diese Maßnahme ab. Er werde zunächst die Handlungen des kommenden US-Präsidenten Donald Trump abwarten, bevor er über weitere Maßnahmen entscheide.

Auf ihrem privaten Facebook-Account hatte die Sprecherin des russischen Außenministeriums bereits in der Nacht zu Freitag geschrieben: "Das ist keine Regierung. Das ist eine Gruppe außenpolitischer Versager, böse und beschränkt."

Russlands Premierminister Dmitrij Medwedew twitterte:


Style

Silvester: So machst du goldene Champagner-Flaschen

Nach diesem Jahr haben wir wohl alle ein bisschen Luxus verdient. Wir zeigen dir, wie es an Silvester ganz einfach geht. Denn mit unserem Video trinkst du deinen Schampus in diesem Jahr aus goldenen Flaschen.