Bild: EPA/Peter Foley

Hollywood hat ein Sexismus-Problem. Nach der Debatte über die ungleiche Bezahlung von männlichen und weiblichen Schauspielern (bento), gibt es jetzt eine Studie, die ein weiteres Detail der Diskriminierung gegenüber Frauen in Hollywood aufdeckt: Der Report on the Status of Women and Girls in California zeigt, dass Frauen in Hollywood-Filmen wesentlich häufiger nackt oder halbnackt sind als Männer.

Der Bericht, der einmal pro Jahr von der Mount Saint Mary's Universität in Los Angeles veröffentlicht wird und die Ergebnisse verschiedener Studien zusammenfasst, zeigt: In den 100 umsatzstärksten Filmen des Jahres 2014 treten 26 Prozent der weiblichen Darsteller ohne Kleidung oder nur leicht bekleidet auf; bei den männlichen Darstellern sind es nur neun Prozent. Damit sind Schauspielerinnen fast dreimal so oft nackt wie ihre männlichen Kollegen.

Die Autoren des Reports stellen fest: "Female characters continue to be sexualized to a greater degree than their male counterparts."

Der Report enthält weitere Beispiele dafür, wie unterschiedlich Männer und Frauen in Hollywood behandelt und dargestellt werden.

Ein Überblick
  • Die klassischen Behind-the-scenes-Jobs werden nach wie vor hauptsächlich von Männern ausgeübt: Betrachtet man die Top 250 US-Filme des Jahres 2014, so waren nur sieben Prozent der Regisseure weiblich. Bei den Autoren waren es elf und bei den Produzenten 23 Prozent. Dabei weiß man: "When women occupy behind-the-scenes roles as directors, writers or producers, the presence of additional women behind the scenes – and on screen – increases."
  • In den Top-100-Filmen von 2014 waren nur 29 Prozent aller Charaktere weiblich.
  • Frauen in Filmen arbeiten seltener als Männer: In den Filmen des Jahres 2014 waren nur 23 Prozent der Charaktere mit Job Frauen. Frauen wurden dafür häufiger in ihrer Rolle als Ehefrau oder Mutter dargestellt.
  • Vergleicht man alle Frauen, die in den Top-100-Filmen von 2014 auftauchen, so zeigt sich ein weiterer Aspekt von Diskriminierung in Hollywood: 74 Prozent der weiblichen Rollen wurden nämlich von weißen Frauen gespielt, nur elf Prozent von schwarzen Frauen und nur jeweils vier Prozent von Asiatinnen und Latinas.


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Zum ersten Mal ist eine Rakete auf einer Plattform im Ozean gelandet – und so sah das Ganze aus
Nach mehreren Fehlschlägen ist erstmals die untere Stufe einer Falcon 9-Rakete auf einer Plattform im Atlantik gelandet.

Der privaten Raumfahrtfirma SpaceX ist es erstmals gelungen, eine Falcon-9-Rakete wieder sicher auf einer schwimmenden Plattform im Ozean zu landen. Die Rakete brachte am Freitag erfolgreich eine unbemannte Raumkapsel auf den Weg zur Internationalen Raumstation (ISS).

Die Rakete hob planmässig um 22.43 Uhr MESZ vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ab. Sie brachte den Transporter "Dragon" mit gut drei Tonnen Vorräte und Ausrüstung für die ISS ins All. Zur Ladung zählt auch eine aufblasbare Raumkammer, die die sechs Astronauten der ISS testen wollen. Die Raumkapsel soll am Sonntag an der ISS andocken.

Ein noch grösserer Erfolg als der Start der Rakete war ihre sichere Landung auf einer schwimmenden Plattform im Atlantik. Zweieinhalb Minuten nach Abtrennung der Raumkapsel begann die erste Stufe der Falcon 9, die sich zu diesem Moment in über hundert Kilometern Höhe befand, die Rückkehr auf die Erde, um weniger als zehn Minuten nach dem Start senkrecht auf der Plattform zu landen.

Und so sah das Ganze aus: