Bild: Jochen Lübke/dpa

Im thüringischen Landkreis Altenburg leben besonders viele Reichsbürger. Das sorgt bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der lokalen Behörden für Stress – denn da die Reichsbürger sich häufig nicht an die Gesetze der Bundesrepublik halten wollen, wehren sie sich gegen Bescheide und Bußgelder.

Was wollen Reichsbürger?

Einige "Reichsbürger" denken, das Deutsche Reich würde noch existieren. Sie wehren sich dagegen, die Bundesrepublik Deutschland anzuerkennen. Sie wollen deshalb auch keine Steuern zahlen oder Bußgelder begleichen. Zusammengefasst wollen sich "Reichsbürger" und "Selbstverwalter" dem Staat entziehen, einige ihn auch bekämpfen. 

Unter "Reichsbürgern" tummeln sich Rechtsextreme und Verschwörungstheoretiker. Wie viele es in Deutschland gibt, ist nicht klar. Der Verfassungsschutz geht von mehr als 18.000 Anhängern aus.

Dabei gehen sie teilweise so weit und bedrohen die Behördenmitarbeiter, die lediglich ihrer Arbeit nachgehen. Laut dem bayerischen Verfassungsschutz erhielten manche von ihnen auch Strafbefehle bis hin zu Todesurteilen von selbsternannten "Reichsgerichten".

Doch die Altenburger Landrätin Michaela Sojka will die Mitarbeiterinnen der Kreisverwaltung nicht weiter damit allein lassen. Deshalb hat sie für die Beschäftigten der Behörde eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen, um sie vor weiteren Aktionen der Reichsbürger zu schützen. (Leipziger Volkszeitung)

"Diese Sorgfaltspflicht konnte ich meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern noch zuteil werden lassen", erklärte die Linken-Politikerin, die Ende Juni aus dem Amt scheidet. 

Die Deutsche Polizeigewerkschaft hatte bereits früher eine solche Versicherung für Bedienstete in Thüringen gefordert. Sie kritisierte, dass die Landesregierung seine Bediensteten nicht umfassend bei Auseinandersetzungen mit Reichsbürgern schütze. 


Gerechtigkeit

Zwölf Ideen, wie die Jacke von Melania Trump wirklich aussehen sollte

Wenn Melania Trump einen öffentlichen Auftritt hat, wird alles an ihr analysiert: Ihr Gesichtsausdruck, ihre Aussagen, ihre Kleiderwahl. Das ist ihr sicherlich bewusst. 

Deshalb war es besonders auffällig, dass die First Lady der USA am Donnerstag bei ihrem Besuch in einem Flüchtlingszentrum an der mexikanischen Grenze eine Jacke trug, auf der stand "Es ist mir wirklich egal – und euch?". (bento)

Eine Sprecherin von Trump sagte zwar, die Jacke sei kein Statement. Trotzdem: Eine merkwürdige Wahl für einen Ort, an dem gerade Familien getrennt und Kinder in Käfige gesperrt werden. (bento)

Die Menschen reagierten entsprechend empört – und hatten gleich ein paar Ideen, wie man die Jacke "verbessern" könnte.