Für Dienstag wurde eine "Mahnwache" angekündigt.

Nach den rechten Ausschreitungen in Chemnitz haben Rechtsextreme für Dienstag eine weitere Demonstration geplant – dieses Mal in Dresden. Für 15 Uhr ist eine "Mahnwache" vor dem sächsischen Landtag angekündigt. 

Gegner haben unterdessen für 14.30 Uhr eine Veranstaltung unter dem Motto "Kein Platz für rechte Hetze" angekündigt. (Sächsische Zeitung)

Nach dem gewaltsamen Tod eines 35-Jährigen in Chemnitz hatten Rechtsextreme dort bereits am Sonntag und am Montag demonstriert. Dabei kam es zu Ausschreitungen, Polizisten wurden mit Flaschen und Steinen beworfen, Augenzeugen berichteten von etlichen Angriffen auf Gegner des Naziaufmarsches. Gegen einige Menschen ermittelt die Polizei wegen Zeigen des Hitlergrußes. (bento)

Was wird in Dresden erwartet?

  • Zum möglichen Konfliktpotenzial der Proteste wollte sich ein Polizeisprecher gegenüber den "Dresdner Neueste Nachrichten" nicht äußern. Die Dresdner Polizei bereite sich aber auf einen entsprechenden Einsatz vor. 
  • In Dresden befindet sich auch der Sitz der Seenotretter der "Mission Lifeline". Zweimal sollen Rechtsextreme die Vereinsräume angegriffen haben, sagte Axel Steier von "Lifeline" gegenüber bento. Beide Male habe es Sachbeschädigungen gegeben.
  • Deswegen geht man davon aus, dass es am Dienstagabend zu ähnlichen Szenen kommen könnte. Zur Sicherheit wurden Akten ausgelagert, die Fenster mit Spanplatten verstärkt. Nachdem die Polizei in Chemnitz bereits eingeräumt hatte, die Situation unterschätzt zu haben, erwarten die Seenotretter in Dresden nicht viel Schutz.

Auch in anderen Städten gibt es Kundgebungen.

In Hamburg haben Aktivistinnen und Aktivisten aufgrund der Geschehnisse in Chemnitz zu einer Demonstration aufgerufen. Das "Hamburger Bündnis gegen Rechts" will ab 20 Uhr gegen rassistische Hetze auf die Straße gehen.


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