"Ich bin nicht nur irgendein stilles Opfer"

Seit Lola Ogunyemi klein war, wurde ihr gesagt: "Du bist so schön – für ein dunkelhäutiges Mädchen."

Lola hat nigerianische Eltern, sie wurde in London geboren, ist in den USA aufgewachsen. Sie ist in dem Bewusstsein groß geworden, dass die Gesellschaft hellere Haut schöner findet als dunkle. 

Umso glücklicher war Lola, als die weltbekannte Marke Dove sie fragte, ob sie das Gesicht einer neuen Duschgel-Kampagne sein wolle. 

Seitdem ist Lola weltbekannt – für ihre Schönheit, allen voran aber wegen ihrer Hautfarbe.

In den letzten Tagen brach ein Shitstorm über Dove herein, Menschen warfen dem Unternehmen Rassismus vor.

Der Grund: In einem Werbespot ist zu sehen, wie mehrere Frauen T-Shirts in den Farben ihrer Haut ausziehen. Unter dem T-Shirt kommt jeweils eine neue Frau zum Vorschein. Lola ist das erste Model im Spot – und verwandelt sich in eine weiße Frau.

In einer verkürzten, im Internet kursierenden Version, sah man nur Lola, die Dunkelhäutige, wie sie sich in ein hellhäutiges Model verwandelt

Das erinnert an Vorher-Nachher-Kampagnen von Aufhellungscremes vor allem in afrikanischen und asiatischen Ländern. Häufig sind hellhäutige Frauen und Männer hier die Nachher-Version, die Menschen mit dunklerer Haut durch die Creme erreichen sollen. In Indien etwa wirbt ein Deutscher, Andy von Eich, für die Creme "Fair and Handsome".

Über den Dove-Werbespot wurde in den sozialen Netzwerken in den vergangenen Tagen viel diskutiert. 

Nun meldet sich das Model selbst zu Wort. 

In einem Beitrag für die britische Zeitung "The Guardian" schreibt Lola darüber, wie sie die Wahrnehmung des Spots getroffen hat:

Ich war aufgeregt, Teil einer Kampagne zu sein, die Stärke und Schönheit meiner Herkunft zeigt. Dass darauf mit Wut reagiert wird, hat mich verletzt.

Sie schreibt weiter, dass sie niemals Teil dieser Kampagne geworden wäre, hätte sie auch nur eine Sekunde das Gefühl gehabt, als minderwertig dargestellt zu werden.

Im Gegenteil: Sie habe sich am Set pudelwohl gefühlt. "Wir alle fanden die Idee, hautfarbene T-Shirts zu tragen und uns ineinander zu verwandeln, aufregend." Auch wenn sie nicht wussten, wie der Spot am Ende aussehen würde, habe doch jede der Frauen die Idee dahinter verstanden: dass jede Haut, so unterschiedlich sie aussehe, die gleiche Pflege verdiene

Und dann war sie auch noch die erste, die im Spot auftauchte. Das machte Lola stolz.

Ich liebte es und die Menschen um mich herum auch. Ich finde, das gesamte Video überbringt die Botschaft der Kampagne laut und deutlich. 

Trotzdem verstehe sie natürlich die Kritik und wieso der Spot missverstanden wurde. Im Großen und Ganzen aber sei er aus dem Kontext gerissen worden. 

In ihrem Text unterstützt Lola Dove in der Entscheidung, sich zu entschuldigen. Aber sie habe sich auch gewünscht, dass das Unternehmen seine kreative Vision stärker verteidigt hätte – und die Entscheidung, sie, als dunkelhäutige Frau, zum Gesicht der Kampagne zu machen. 

Denn Lola will nicht, dass der Spot gelöscht wird. Sie ist stolz darauf. Sie schreibt:

"Ich bin nicht nur irgendein stilles Opfer einer schief gelaufenen Schönheitskampagne. Ich bin stark, ich bin schön, ich werde nicht gelöscht."

Haha

Kit Harington hat Rose Leslie einen bösen Streich gespielt. Einen sehr bösen

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