Folge 1: #NachDenRechtenSehen

Menschen werden aufgrund ihres Aussehens als "fremd" abgestempelt oder wegen ihres Migrationshintergrundes beschimpft: Alltagsrassismus gibt es im Privaten, in der Politik, in der Öffentlichkeit. Dabei wird die Gesellschaft gerne aufgeteilt – in "Wir" und "Die". Das ist nicht neu.

Neu ist, dass Rassismus immer offener ausgeübt wird: im Netz, auf der Straße. Politisch scheinbar legitimiert von einer Partei, die selbst immer wieder durch rassistische und islamfeindliche Äußerungen auffällt.

Nach den Rechten sehen

Ein Bekannter postet rassistische Witze im Netz, Demonstrierende zeigen den Hitlergruß, Abgeordnete reden im Bundestag über eine angebliche "Umvolkung" – und verharmlosen die NS-Zeit.

Rückt Deutschland wieder gefährlich nach rechts?

Antworten auf diese Frage suchen wir in der Videoreihe "Nach den Rechten sehen". Wir haben uns in Deutschland auf die Suche gemacht. Mit den Rechten geredet – und mit jenen, die sich dem Rechtsruck entgegenstellen. 

Für Feedback, Fragen oder Kritik: Schreibt uns eine Mail an nachdenrechtensehen@bento.de.

Was sagen Menschen, die von Alltagsrassismus betroffen sind?

In unserer Videoserie wollen wir mit ihnen sprechen. Während unserer Recherche haben uns junge Menschen erzählt, wo ihnen täglich Rassismus begegnet. Da ist der alte Mann, der seinen Hund ausführt und einem Pärchen "Blutschande" zuruft. Da ist die Party, auf die eine Clique eingeladen ist – die weißen Freunde dürfen rein, der schwarze Kumpel wird am Eingang gestoppt. 

Viele wollten vor der Kamera nicht über ihre Erfahrungen sprechen. Die Angst war zu groß. Auch Amina ist sich des Risikos bewusst, dass ihre Erlebnisse bei vielen Menschen für negative Reaktionen sorgen könnten. Sie weiß aber auch, dass es vielen anderen so geht wie ihr. Und sie ihnen Mut machen kann. 

Wir haben Amina in Frankfurt getroffen. Was sie erlebt, erfahrt ihr oben im Video. 

In Berlin haben wir mit Christian gesprochen. Er war früher Neonazi. Christian erzählt im Video, wie rechtes Gedankengut in seinem Leben Platz fand und wie fest Rassismus in seinem Alltag verankert war. Er sagt: Rechte Tendenzen waren schon immer unterschwellig da, in der Familie, in der Schule, im Freundeskreis. 

Ist der Rechtsruck stärker geworden?

Darüber haben wir uns mit Jule und Suene vom RAA Sachsen unterhalten. Die beiden Frauen beraten und unterstützen Opfer rechter Gewalt. Sie sehen ihn in ihren Zahlen: einen Rechtsruck. Was das für ihre Arbeit bedeutet, seht ihr ebenfalls im Video. 

Mitarbeit am Video: Marc Röhlig

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Wie Mikis aus Bremen in Myanmar ein Superstar wurde
Rapper, Model, Schauspieler – in Rangun kennt jeder den 27-Jährigen

Als Mikis aus Bremen nach Burma ging, nahm er einen Rucksack mit. Er war 18, seine Freunde gingen nach Australien und Spanien. Freiwilligendienst nach dem Abi ist ja normal. 

Wie es für Mikis weiterging, ist allerdings nicht normal. Heute lebt der 27-Jährige als Rapper und Deutschlehrer in Rangun, der Hauptstadt von Burma oder Myanmar. Seine Videos werden millionenfach geklickt. Er tritt mit den größten Künstlern des Landes auf, spielt in den meistgeschauten Vorabendserien und wird auf der Straße erkannt. 

Mikis ist ein Superstar – in Myanmar (Burma).