So geht es in ihrem Fall weiter.

Weil die 18-jährige Rahaf ein Leben in Freiheit führen, sich nicht falsch verstanden Islam-Vorschriften unterwerfen und sich von ihrer Familie in Saudi-Arabien befreien möchte, hat sie beschlossen, das Land zu verlassen. (bento)

Seit Tagen kann man Rahaf Mohammed al-Qununs Geschichte auf Twitter verfolgen.

Über 100.000 Menschen sind Zeugen der Qualen, die Rahaf derzeit durchmachen muss. Ursprünglich wollte sie von Kuwait nach Australien fliegen. Bei einem Zwischenstopp wurde sie allerdings in Bangkok festgesetzt.

Thailand, das Land, in dem sich Rahaf derzeit befindet, hat bereits deutlich gemacht, dass sie dort kein Asyl bekommen kann. Ein Lichtblick: Kanada, Australien, aber auch der deutsche Botschafter haben ihre Hilfe angeboten.

Nun hat Australien zugesagt, ihr ein Visum geben zu wollen.

  • Wie das australische Innenministerium in einer Stellungnahme gegenüber "Bloomberg" schrieb, soll "der UNHCR den Fall von Frau Rahaf Mohammed al-Qunun an Australien überwiesen" haben, "um eine Umsiedlung in Betracht zu ziehen". 
  • Bereits diesen Donnerstag ist die australische Außenministerin in Bangkok angekommen, um persönlich mit Rahaf zu sprechen. (Bangkok Post)
  • Noch befindet sich Rahaf aber nicht auf dem Weg nach Australien – denn noch ist das Visum nicht erteilt. Das Innenministerium werde ihren Fall "auf übliche Weise prüfen", heißt es.

Rahaf konnte ihren Fall international bekannt machen, weil sie sich im Hotel einschloss und aktiv über ihr Schicksal twitterte – und dabei auch immer wieder Uno-Menschenrechtskommission anschrieb.

Der Geschäftsträger der saudischen Botschaft in Bangkok, Abdullah al-Shuaibi, äußerte sich in der Zwischenzeit entsprechend wütend: "Man hätte ihr besser das Handy abgenommen als den Reisepass."

Rahaf ist nicht die einzige Frau aus den reichen Golfstaaten, die ein selbstbestimmtes Leben führen möchte.

Frauen ist es in Saudi-Arabien untersagt, ohne die Erlaubnis von Erziehungsberechtigten oder Ehemännern zu verreisen. Viele Männer behalten also gleich die Pässe ihrer Ehefrauen oder Töchter ein. Es gibt es aber auch Fälle, in denen jungen Frauen die Flucht gelingt. Einer der wohl spektakulärsten: der Fluchtversuch von Sheikha Latifa, der Tochter des reichen Emirs von Dubai

Sie floh vor knapp einem Jahr auf einer Jacht bis nach Indien, doch Männer ihres Vaters holten sie auf hoher See ein und enterten das Schiff. Lange galt sie als verschollen, viele fürchteten, die wurde umgebracht. Nun veröffentlichte das Herrscherhaus Bilder, die eine apathische, desillusionierte Frau zeigen:


Fühlen

Eine Frau wird im Fitnessstudio ausgelacht und gefilmt – bis ihr jemand auf rührende Art hilft

Wer regelmäßig ins Fitnessstudio oder den Sportverein geht, kennt das Phänomen: Zu Jahresbeginn ist es plötzlich voll. 

Denn neben denen, die sowieso immer da sind, sind da plötzlich auch diejenigen, die eigentlich schon seit Jahren Mitglied sind, allerdings nur selten hingehen und jetzt schnell ihre Weihnachtspfunde loswerden wollen.

Und schließlich sind da noch diejenigen, die noch nie da waren, schon lange mit sich hadern und jetzt das neue Jahr zum Anlass nehmen, endlich etwas in ihrem Leben zu ändern, gesünder zu leben und auch zum Sport zu gehen.

Und das alles ist vollkommen in Ordnung. 

Natürlich sind diejenigen, die regelmäßig zum Sport gehen, genervt, weil es plötzlich so voll ist. Die Geräte sind besetzt, im Kursraum wird es eng. Aber sollten wir uns nicht für jeden freuen, der sich motiviert und etwas für seine Gesundheit tun möchte? Sollten wir uns nicht gegenseitig motivieren?

Was ist passiert?

Auf Reddit hat ein Nutzer die anderen Nutzer eigentlich nur nach Tipps für eben diese Menschen fragen wollen, die als Neujahrsvorsatz ins Fitnessstudio gehen. Tipps für das richtige Verhalten, Motivation und so weiter.