Bild: dpa/Michael Kappeler

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Russlands Präsident Wladimir Putin haben sich auf Schloss Meseberg bei Berlin getroffen, um über Lösungswege aus den Krisen in Syrien und der Ukraine zu beraten. 

Was war das besondere an dem Treffen?

Eigentlich war das Verhältnis zwischen Russland und Deutschland zuletzt angespannt. Auch wegen der Wirtschaftssanktionen gegen Russland, die nach der Annexion der Krim verhängt worden waren. 

Gleichzeitig haben die Deutschen ein Interesse daran, die Beziehungen wieder zu verbessern, da die Zusammenarbeit mit US-Präsident Donald Trump in dieser Sache immer schwieriger wird. 

Bereits Ende Juli hatten sich Merkel und Außenminister Heiko Maas in Berlin mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow und dem Chef des russischen Generalstabs getroffen, um über die Lage in Syrien und der Ostukraine zu beraten. (Spiegel Online)

Worüber haben Putin und Merkel in Meseberg gesprochen?

Konkrete Inhalte wurden nicht bekannt – allerdings äußerten die zwei sich kurz vor dem Treffen. 

Das sagte die Kanzlerin:

  • Sie wolle an Lösungen für die Syrienkrise mit Putin arbeiten.
  • In Syrien gingen offensichtlich die Kampfhandlungen zurück, aber:
  • das allein schaffe noch keine Friedensordnung. Eine Verfassungsreform sowie Wahlen seien nötig.

Das sagte der russische Präsident:

  • Putin rief Europa zur Hilfe beim Wiederaufbau in Syrien auf. 
  • Eine Wiederherstellung der Infrastruktur sei nötig, damit Flüchtlinge aus dem Ausland heimkehren könnten. 
  • Dabei gehe es nicht nur um Rückkehrer aus Europa, sondern auch um Millionen Flüchtlinge aus den Nachbarländern Jordanien, dem Libanon und der Türkei

Russland ist die Schutzmacht des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Viele westliche Staaten wollen aber verhindern, dass er in Syrien die Macht behält. 

Bessert sich die Beziehung zwischen Deutschland und Russland?

Zumindest nutzte der russische Präsident den Moment, um die Zuverlässigkeit russischer Gaslieferungen zu betonen. Diese würden durch die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2, die direkt von Russland nach Deutschland führt, noch verbessert. 

Außerdem sagte Putin, dass Deutschland einer der wichtigsten Handelspartner Russlands sei. Ohne die Sanktionen konkret anzusprechen betonte er, dass das Handelsvolumen im vergangenen Jahr um 22 Prozent zugenommen habe. 

Wie geht es jetzt weiter?

Die Kanzlerin reist nächste Woche in die ehemaligen Sowjetrepubliken Georgien, Armenien und Aserbaidschan. In Aserbaidschan geht es um eine alternative Pipeline nach Europa, um die Abhängigkeit von russischem Gas zu verringern. 

Der russische Präsident kam übrigens eine halbe Stunde zu spät zum Termin mit Merkel – er war zuvor Gast auf der Hochzeit der österreichischen Außenministerin Karin Kneissl gewesen. Die Einladung an Putin hatte national und international für Irritationen gesorgt, Kneissl ist zwar parteilos, sitzt aber für die rechtspopulistische FPÖ im österreichischen Kabinett

Mit Material von dpa    


Fühlen

Wie man sich belohnt, ohne dauernd zu shoppen und naschen
Gönn dir – aber was?!

Wenn die Hausarbeit abgeschickt, das Fitnessprogramm abgeschlossen oder ein Tag voller nerviger Amtstermine beendet ist: Dann ist Zeit, sich etwas zu gönnen.

Meistens greift man aus Gewohnheit auf das persönliche Repertoire zurück: Man stopft sich irgendwas zuckrig ungesundes in den Mund, schmeißt Netflix an (und zwar die ganze Nacht) oder kauft ein überflüssiges Outfit bei Amazon. Das kostet eine Menge Geld und tut am Ende jemanden weh – zum Beispiel den Näherinnen, die unter widrigen Bedingungen schuften. Oder der Umwelt, der unnötig Wasser für Baumwolle entzogen wird. 

Auf Dauer ist das doch auch unbefriedigend!