Bild: Javier Fergo/AP/dpa
Drei Fragen und Antworten zur Lage südlich von Europa

Über Monate hinweg gab es auf dem Mittelmeer praktisch keine private Seenotrettung. Verschiedene Länder blockierten die Schiffe von Nichtregierungsorganisationen – jetzt kehren einige von ihnen zurück auf See. (taz)

Welche Schiffe sind unterwegs?

Am Dienstag erreichte das italienische Rettungsschiff "Mare Jonio" die Küste vor Libyen. Das Schiff wurde unter anderem von italienischen Parlamentariern finanziert, Unterstützung bekommt die Initiative auch von der deutschen Rettungsorganisation Sea-Watch. (Frankfurter Rundschau)

Deren Schiff "Sea-Watch 3" durfte im Oktober Malta verlassen, nachdem sie dort seit Juni festgesetzt war. Im Moment befindet sich das Schiff für Wartungsarbeiten in einer spanischen Werft, soll aber bald wieder Menschen in Seenot retten. Man bereite sich auf neue Einsätze vor, sagte Sea-Watch-Sprecher Ruben Neugebauer.

Die deutsche "Lifeline" ist seit Ende Oktober wieder mit einem neuen Segelboot unter deutscher Flagge im Mittelmeer unterwegs. Mit an Bord sind unter anderem 180 Rettungswesten und Vorrat für 300 Mahlzeiten für Schiffbrüchige. Das ursprüngliche Schiff der Seenotretter war im Sommer von den maltesischen Behörden beschlagnahmt worden. (MDR)

Das Schiff "Seefuchs" des Regensburger Vereins Sea Eye fährt seit vergangenem Freitag unter deutscher Flagge, nachdem es monatelang in Malta festsaß. Der "Seefuchs" soll nun allerdings verkauft werden – die Rettungsorganisation hat nach eigenen Angaben bereits ein größeres Schiff erworben.

Wie ist die Situation auf dem Mittelmeer?

Bislang sind in diesem Jahr rund 100.000 Migrantinnen und Migranten in Europa angekommen, fast die Hälfte von ihnen in Spanien. Im gleichen Zeitraum waren es im Vorjahr noch etwa 154.000. (IOM)

Mindestens 1989 weitere sind bei der Überfahrt auf dem Mittelmeer ertrunken – die meisten von ihnen im zentralen Mittelmeer. Dort überlebten mehr als fünf Prozent der Migranten die Reise nach Europa nicht. Im Vorjahreszeitraum lag ihr Anteil noch bei weniger als der Hälfte.

Was bedeutet das?

Die Abschottung, wie sie vor allem von Italien und Malta vorangetrieben wurde, sorgt offenbar für mehr Todesfälle im zentralen Mittelmeer. Seit 2017 setzt die EU darauf, dass die libysche Küstenwache Migranten aufgreift und sie zurück in das Land bringt. 

Auch deshalb waren im Sommer verschiedene Schiffe privater Seenotretter festgesetzt worden, zwischenzeitlich gab es vor der Küste von Libyen gar keine privaten Schiffe, die Menschen in Seenot retteten. Im Juli stoppte Italien zudem die EU-Rettungsmission "Sophia".

Im Sommer stiegen deshalb auch die Opferzahlen im zentralen Mittelmeer – gleichzeitig verschob sich der Hauptweg von Migranten nach Westen, wo mittlerweile der Großteil von ihnen versucht, über Spanien nach Europa zu gelangen.


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Das sind die witzigsten Tweets zur zehnten Folge "Die Höhle der Löwen"

In der zehnten Folge "Die Höhle der Löwen" haben wieder clevere Menschen nach Investoren für ihre Erfindungen gesucht.

Darunter:

  • VEGDOG: Veganes Hundefutter (Ja, wir wissen, was ihr jetzt denkt. Zur Verteidigung der Gründerinnen: Sie haben es entwickelt, weil sie einen Hund mit Futtermittelunverträglichkeit haben, weshalb er kein tierisches Eiweiß mehr bekommen sollte.)
  • prezit: Ein Abfalleimer, auf den man sich stellt. Er drückt dann den Müll zusammen. 
  • NERO Grillkohle: Die erste Grillkohle mit Bio-Zertifizierung aus Holz, das aus heimischen Wäldern stammt.
  • Calimoto: Eine Navi-App für Motorradfahrer, die zum Beispiel auch schöne Routen speziell für Motorradtouren heraussucht.
  • LAZYS: Ein Aufsatz für Skischuhe, damit man darin besser laufen kann.
  • Aspira Clip: Ein Mini-Inhalator aus Silikon, der direkt in die Nase gesetzt wird und ätherische Öle ausströmt.

Natürlich haben die Twitter-Nutzerinnen und -Nutzer auch wieder zugesehen und ausführlich kommentiert.

Das sind die 16 besten Tweets zur zehnten Folge "Die Höhle der Löwen":

Vor allem das vegane Hundefutter hat es den Twitter-Nutzern angetan.

Jeder weiß, Hunde sind extrem wählerisch in dem, was sie essen.