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Verbraucherzentralen haben es schon lange angeprangert, jetzt stellt auch die Antidiskriminierungstelle des Bundes fest: 

Dienstleistungen für Frauen sind oft teurer als gleichwertige für Männer. 

Bei Produkten sieht es nicht ganz so schlimm aus. Es ist die erste umfassende Untersuchung zu diesem Thema für Deutschland. 1682 Produktvarianten und 381 Dienstleistungen haben sich die Autoren genauer angesehen – darunter Spielsachen, Beauty-Produkte und Friseur-Besuche.

Das sind einige der Ergebnisse:
  • Ungerecht wird es vor allem bei Dienstleistungen. Bei 60 Prozent der Fälle kommt es zu Preisunterschieden – meist zahlen Frauen drauf (im Schnitt 13,80 Euro). Bei Produkten sind es lediglich vier Prozent mehr.
  • Nicht immer profitieren Männer. Während Rasierklingen oft für Frauen teurer sind, kosten Datingportale zum Beispiel für Männer mehr. 
  • Bei 2,3 Prozent der untersuchten Produkte zahlen Frauen mehr, bei 1,4 Prozent sind es Männer.
  • Der Kurzhaarschnitt für Frauen kostet im Schnitt 12,50 Euro mehr. 
  • Bei der Reinigung zahlen Frauen für weiße Blusen durchschnittlich 1,80 Euro mehr als Männer für ihre weißen Hemden.
Die Autoren stellten auch fest: Unterschiedliche Rohstoffe, die zur Herstellung verwendet werden können den Preisunterschied allein nicht erklären.

Auch mit einem höheren Aufwand lässt sich nicht alles begründen: Bis eine Kurzhaarfrisur bei Frauen fertig ist, dauert es gerade einmal 15 Minuten länger. Marketing-Experten sagen allerdings: Frauen sind oft selbst schuld, weil sie schlicht bereit sind, mehr Geld auszugeben. Also passen sich die Firmen an und fordern auch mehr. Der Fachbegriff dafür: Gender Marketing.

Wer das Gender-Spielchen nicht mehr mitspielen will, kann hier sparen – 5 Beispiele: 
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Schwierig wird es mit dem Sparen allerdings bei den Dienstleistungen. Oder was würden Friseure wohl sagen, wenn man als Frau im Geschäft einen Männerschnitt verlangt? 

Wie verhältst du dich beim Einkauf?

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"Die Feuerzangenbowle" hat eine Nazi-Vergangenheit – und eine AfD-Gegenwart
Entsprechend gerne wird die historische Einordnung zum Film verschwiegen.

2017 ist wirklich kein gutes Jahr. Andauernd kommt jemand (ok, oft sind es wir) aus der Versenkung und macht einem lieb gewonnene Filme, Sprüche, Läden und Kulturgüter madig, weil sie irgendetwas mit den Nazis oder Rechtspopulisten zu tun haben. Verdammte Nazis immer! 

Ein gutes Beispiel dafür: "Die Feuerzangenbowle". 

Denn natürlich ist der Film ein tolles Stück Filmgeschichte. Ein 41-jähriger Mann, der sich als Schüler verkleidet und sich an einem Gymnasium einschleicht? Dieses Prinzip der Comedy zieht bis heute – zuletzt etwa in "22 Jump Street" oder "Wet Hot American Summer"