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Du machst gerade ein Praktikum? Dann Glückwunsch zur Gehaltserhöhung! Denn Praktikanten verdienen in Deutschland im Schnitt erstmals mehr als 1000 Euro. Das ist das Ergebnis des aktuellen "Praktikantenspiegels", einer Umfrage unter 5500 Praktikanten. Demnach stieg der Lohn gegenüber dem Vorjahr um 82 Euro auf durchschnittlich 1032 Euro.

Männer bekommen für ein Praktikum aktuell 916 Euro, Frauen nur 896 Euro.

Von wem ist die Studie?

Der "Praktikantenspiegel" wird jährlich von der Unternehmensberatung Clevis herausgegeben. Die Daten werden in Kooperation mit der Universität Magdeburg und der Jobbörse "Absolventa" erhoben. Die Praktikanten wurden zwischen Juli und Oktober 2016 befragt.

1032 Euro Lohn? Wie kommt die Zahl zustande?

Durch den Mindestlohn. Der gilt seit 2015 und liegt bei 8,50 Euro pro Stunde. Auch Praktikanten bekommen ihn. Wer 40 Stunden die Woche arbeitet, kommt so auf 1400 Euro Brutto.

Dass im Durchschnitt trotzdem nur 1000 Euro rauskommen, liegt daran, dass für viele Praktikanten Ausnahmen gelten – sie fallen nicht unter den Mindestlohn und werden daher deutlich schlechter bezahlt. Ein Beispiel: Pflichtpraktika sind vom Mindestlohn ausgenommen. Viele Studenten werden also schlechter bezahlt. (Hier findest du heraus, ob für dein Praktikum der Mindestlohn gilt)

Welche Praktis verdienen konkret wie viel?

Das ist je nach Branche sehr verschieden. Grundsätzlich gilt: Mit einem Praktikum bei einer Bank oder Unternehmensberatung gibt's viel, für Pflegedienste und soziale Aufgaben wenig. Hier ist eine Übersicht:

(Bild: Clevis)
Wie sah es in den vergangenen Jahren aus?

Noch vor fünf Jahren – also bevor der Mindestlohn galt – verdienten Praktikanten nur etwa halb so viel: 2011 im Schnitt gerade mal 551 Euro, laut einer Studie des Deutschen Gewerkschaftsbunds DGB. Die Zahl ist auch deshalb so niedrig, weil 40 Prozent der Praktikanten damals komplett unbezahlt arbeiteten. Heute arbeiten nach Angaben der Clevis-Studie nur noch drei Prozent unbezahlt.

Also alles super?

Nicht ganz. "Praktika sind nach wie vor anfällig für Missbrauch", sagte Florian Haggenmiller, DGB-Bundesjugendsekretär (DGB). "73 Prozent aller Praktika finden während des Studiums statt. Dort hat der Gesetzgeber aber massive Ausnahmen vom Mindestlohn zugelassen."

Die Arbeitgeber seien sehr kreativ dabei, den Mindestlohn zu umgehen. Wer zum Beispiel freiwillige Praktika als Pflichtpraktika ausgibt, spart am Mindestlohn.

Noch ein Aspekt ist bedenklich: Laut der Clevis-Studie leisten über 40 Prozent der Praktikanten regelmäßig Überstunden – und zeigen sich dabei mit der Balance zwischen Arbeit und Freizeit zufrieden.

Überstunden? Da geht noch was:


Haha

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Der Schulzzug hat jetzt einen eigenen Sound, aufgeladen mit hoher Energie! Auf Soundcloud haben Fans von Martin Schulz dort den Kanal "SPDance" gegründet – und ihn direkt mit zwei eigenen Stücken befüllt. Die Songs sind Remixes von Schulz-Zitaten, unterlegt mit Elektro.

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