Bild: imago/Ulmer
Es war anscheinend einfach viel zu schwer

In Baden-Württemberg stecken die Abiturienten gerade in der heißen Prüfungsphase. Das Englisch-Abi haben die Schüler schon hinter sich gebracht. Doch es sei viel zu schwer gewesen, beschweren sich nun viele Schüler.

Deshalb haben sie eine Petition namens "Englisch Abitur 2018 Baden-Württemberg unfair!" eingereicht. 27.000 Schüler haben bereits unterschrieben.

Finden Schüler Prüfungen nicht immer zu schwer und unfair?

Klar, das Abitur ist kein Kinderspiel. Aber in diesem Jahr war es besonders unfair, sagen die Schüler. 

  • Die Schüler kritisieren die Aufgabe im Teil "Reading Comprehension" (verstehendes Lesen).
  • In den vergangenen Jahren war in diesem Aufgabenbereich immer ein Sachtext zu analysieren.
  • In diesem Jahr mussten sich die Schüler jedoch einem lyrischen Text annehmen.
  • Gefordert wurde unter anderem, dass die Bewertung an den Erwartungshorizont der Prüfung angepasst werden muss. 
  • Die Petition der Schüler richtet sich an die Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU).
  • Das Ministerium prüft jetzt die Petition.

Wie argumentieren die Schüler?

In der Petition legen die Abiturenten folgende Kritikpunkte dar:

  • Bei der "Multiple Choice"-Aufgabe waren statt einem einzelnen Beleg zwei Zitate verlangt. Die Punktanzahl wurde jedoch nicht erhöht.
  • Die Analyse des letzten Abschnitts sei schlichtweg zu schwer gewesen – es handelte sich um eine offenbar "gleichnishafte" Beschreibung der Freiheitsstatue.
"Der vorgelegte Textausschnitt als Grundlage zur Analyse ("Call It Sleep" von Henry Roth) stammt ursprünglich aus dem Jahre 1934 und beinhaltet deshalb Vokabular, das so im heutigen Sprachgebrauch zum Teil nicht mehr verwendet wird und selbst in manchen Wörterbüchern nicht mehr zu finden ist."

Was passiert jetzt mit der Abitur-Prüfung?

Nicht nur das Kultusministerium untersucht die Proteste der Schüler, auch der Landesschülerbeitrag (LSBR) schaut sich die Petition an. Der Vorsitzende Leandro Karst sagte, dass das Ergebnis der Prüfung abgewartet werden müsse, um zu sehen, ob die Noten gravierend schlechter ausgefallen wären, als in den letzten Jahren.


Today

Südkorea lässt Nordkorea nicht mehr mit lauter Popmusik beschallen

Mit riesigen Lautsprechern beschallte Südkorea sein Nachbarland im Norden mit lauter Popmusik und Kritik am nordkoreanischen Regime – damit soll jetzt erst einmal Schluss sein. Vor dem Gipfeltreffen zwischen Vertretern von Nord- und Südkorea am Freitag solle ein "Klima für friedliche Gespräche" geschaffen werden, so das südkoreanische Verteidigungsministerium. (SPIEGEL ONLINE)

Erst am Wochenende hatte es ein positives Zeichen von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un gegeben: Er hatte verkündet, vorerst keine Atomwaffentests mehr durchführen zu wollen und die nukleare Testanlage im Norden des Landes zu schließen. Als Grund gab er jedoch an, dass das Atomwaffenprogramm des Landes abgeschlossen sei. (bento)