Bild: Getty Images/Spencer Platt
Das Geld wollen sie lieber anders investieren.

Bewaffnete Lehrer an US-amerikanischen Schulen? Nicht einmal dort, wo der letzte Amoklauf stattgefunden hat, hält man das für eine gute Idee.

Kurz nach dem Amoklauf an der Marjory Stoneman Douglas High School hat Florida den "Aaron Feis Guardian Act" erlassen, der 67 Millionen Dollar zur Verfügung stellt, um Lehrer mit Waffen auszustatten und für deren Benutzung auszubilden. Am Dienstag hat der Vorstand des Schulbezirks, zu dem die Stoneman Douglas High School zählt, abgestimmt, ob das Gesetz in ihrem Bezirk angewendet werden soll. Das Ergebnis: nein.

Als Vorstand der Schulbehörde glaube ich, dass ein Lehrer oder eine Lehrerin unter keinen Umständen eine Waffe benutzen sollte.
Patricia Good, Vorstandsmitglied der Schulbehörde der "Broward County Public Schools"

Was ist in Parkland passiert?

Ein 19-Jähriger hatte am 14. Februar 17 Menschen erschossen, darunter zahlreiche Schülerinnen und Schüler. Der Schütze wurde festgenommen. Er hatte die Waffen legal gekauft, obwohl bekannt war, dass er seit langer Zeit psychische Probleme hatte und verhaltensauffällig war.

Ryan Deitsch, einer der Schüler der Stoneman Douglas High School, der am 24. März bei dem "March for Our Lives" eine Rede für strengere Waffengesetze gehalten hat, forderte nach der Abstimmung in einem Tweet, den Amoklauf nicht als Begründung zu benutzen, um Lehrer zu bewaffnen:

Der Schulbezirk will nun erreichen, dass diejenigen Bezirke, die ihren Teil der 67 Millionen Dollar nicht für die Bewaffnung ihrer Lehrer nutzen wollen, dieses Geld für andere Zwecke zur Verfügung gestellt bekommen. Es müsse andere Wege geben, die Kinder zu schützen, etwa, indem man das Geld für Präventionsarbeit bei psychischen Krankheiten investiert, so Vorstandsmitglied Robin Bartleman. (CBS Miami)

Aaron Feis, nach dem das neue Gesetz benannt ist, war der Football Coach und Sicherheitsmann der Douglas High School, der am 14. Februar bei dem Versuch starb, Schüler zu beschützen. 


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