Bild: dpa/Boris Roessler

Die Gießener Ärztin Kristina Hänel muss 6000 Euro Strafe zahlen – weil sie auf ihrer Homepage angegeben hat, Schwangerschaftsabbrüche anzubieten. Abtreibungsgegner haben sie daraufhin angezeigt, ein Gericht hat sie nun abgestraft. 

Die Grundlage für die Verurteilung: der Paragraf 219a. Der Paragraf regelt die Bewerbung von Abtreibungen. Demnach sind Abtreibungen in Deutschland zwar erlaubt – nicht aber, sie aus finanziellem Vorteil heraus anzubieten, anzukündigen oder anzupreisen. 

In der Praxis bedeutet das: Ärzte haben keine Chance, ihren Patienten Informationen rund ums Thema Abtreibung näherzubringen. Abtreibungsgegner hingegen haben freie Bahn.

Genau gegen dieses Paradox protestieren nun viele, die Ärztin Hänel wird dabei zum Hashtag. Unter #teamkristina und #wegmit219a schreiben Frauen und Männer, was sie stört – und was sich ändern muss.

Eine wichtige Forderung: Ärzte müssen endlich straffrei über Schwangerschaftsabbruch informieren können.
Andere weisen darauf hin, dass jede Frau das Recht auf Selbstbestimmung haben sollte:
Wieder andere stört die Doppelmoral – die es Abtreibungsgegnern leicht macht:
Manche sind verwirrt, dass 219a überhaupt noch real ist:
Andere einfach nur wütend:

Die Ärztin Kristina Hänel hat mitterweile eine Online-Petition auf Change.org gestartet, sie fordert die Änderung – oder Abschaffung – des Paragrafen. Mehr als 115.000 Menschen haben bereits unterschrieben.

Es sind die, die sich mit dem Thema auskennen:

Hier gibt's die Hintergründe zum Thema:


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Mutter will Dornröschen an Schulen verbieten – weil es sexistisch sei

Das Märchen von "Dornröschen" ist ein Kinderbuch-Klassiker: Sie liegt in einem ewigen Schlaf, er erweckt sie mit einem Kuss. Nach Ansicht einer Mutter aus Großbritannien ist das sexuelle Belästigung – und Kinder sollten das Märchen nicht mehr vorgetragen bekommen. 

Ihre Idee: "Dornröschen" sollte in Grundschulen verboten werden.

Sarah Hall ist selbst Mutter und kommt aus Northumberland Park. Dort hat sie sich an die örtliche Schule gewandt und wollte, das ein Dornröschen-Verbot diskutiert wird. (Newcastle Chronicle)