Als im Mai ein neues EU-Parlament gewählt wurde, gaben in den neuen Bundesländern verhältnismäßig viele ihre Stimme der AfD (Bundeswahlleiter). Der Tenor danach: 

Was bitte, ist im Osten los? Warum leben da nur noch Nazis?

Ich ahne schon: Wenn im Herbst in Sachsen, Brandenburg und Thüringen Landtagswahlen stattfinden, dürften die gleichen Fragen wiederkommen. 

Die Antwort darauf hat viel damit zu tun, dass wir Deutschland bald 30 Jahre nach dem Mauerfall immer noch nicht als Einheit begreifen. 

Ich habe den Eindruck, es heißt immer noch sehr häufig "die" Ossis und "die" Wessis, dass die Menschen im Westen Deutschlands herablassend auf die im Osten schauen – und es vielen offenbar gut tut, die gesamtdeutschen Probleme auf die neuen Bundesländer abzuschieben.

Mir als Ossi tut das weh. Ich habe meine Wurzeln in Ostthüringen und im Erzgebirge – und dachte lange, dass in meiner Generation Ost und West kein Thema mehr ist. Aber Vorurteile und dieses Gefühl von Andersartigkeit werden auch noch unter uns Kindern der Neunziger tradiert, die wir doch eigentlich in einem vereinten Deutschland aufwuchsen.

Warum das ein Problem ist und was sich ändern muss, erkläre ich oben im Video!


Fühlen

Kriminelle Energie und "Battle Royale": Die FSK hat mein Leben verändert. Danke!
Die FSK wird 70 – ein Hassliebesbrief.

Als Teenager wäre der Geburtstag der ersten Filmkontrolle für mich sicher kein Grund zum Feiern gewesen. Mit etwas mehr Abstand erkenne ich aber: Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) hat zusammen mit ihrem kleinen Bruder, der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) – quasi die FSK für Videospiele – mein Leben beeinflusst und gleichermaßen für schöne und schreckliche Momente gesorgt. 

Sie war für mich mehr als nur ein Aufkleber mit einer Zahl: Sie hat meinen Horizont erweitert, meine kriminelle Kreativität gefördert und mich vor große Herausforderungen gestellt.