Bild: Pixabay, privat / Montage: bento
Die elf stärksten Tweets

Seit zwei Wochen blickt ganz Deutschland nach Chemnitz und Sachsen. Viele fragen sich: Breitet sich Rechtsextremismus immer weiter aus? Die AfD liegt bei Wahl-Umfragen mittlerweile in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen an zweiter Stelle (bento). Schaut man in die Medien, so scheint es, als gebe es in Ostdeutschland kaum ein anderes Thema als braune Hetze.

Doch dass dies nicht das ganze Bild des Ostens ist, das will Stefan Krabbes zeigen. "Wir dürfen die Erzählung des Ostens nicht den Rechten überlassen", sagt der in Halle lebende Blogger gegenüber bento. Deshalb hat er auf Twitter den Hashtag "#DerAndereOsten" gestartet. Ja, es gebe ein Problem mit Rechtsextremismus – aber dafür stehe wohl kaum der ganze Osten.

"Der Hashtag soll zeigen, dass nicht die, die am lautesten brüllen, sondern die vielen Menschen, die aus dem Osten, dem Westen oder aus dem Ausland kamen, mit ihrem vielseitigen, bescheidenen Engagement den Laden im Osten am Laufen halten", sagt Krabbes. 

Der Hashtag kann als Lautsprecher fungieren und zeigen: Der andere Osten ist der echte Osten.
Stefan Krabbes

Hier sind die stärksten Tweets zu #DerAndereOsten:

Zu den Beiträgen sagt Initiator Stefan Krabbes, sie zeigten etwa, dass die wahren Helden unserer Gesellschaft Menschen sind, die wie selbstverständlich "einfach machen". 

So vielseitig wie die Stimmen zu #DerAndereOsten seien, komme er deshalb zu dem Schluss, dass es nicht die eine ostdeutsche Geschichte gebe – und dass die Erzählung nur lauten könne: 

In Vielfalt vereint!

Gerechtigkeit

Studentinnen suchen mit Bild nach einer Wohnung – und kriegen die ekligsten Angebote

Die Wahrscheinlichkeit, in Hamburg eine nette, bezahlbare Wohnung zu finden, ist gefühlt so hoch wie die eines Sechsers im Lotto: sehr gering. 

Seit April suchen eine Freundin und ich nach einer WG-geeigneten Wohnung. Das ist kritisch, weil Wohnungsgemeinschaften meistens nicht so gern gesehen sind wie berufstätige Singles oder vorbildliche Power-Pärchen. Wir könnten uns schließlich in den nächsten Monaten zerstreiten oder unser Studium abbrechen und stattdessen Hanfpflanzen in der Wohnung anbauen.

Also beschlossen wir letzte Woche, das zu machen, was schon viele Verzweifelte vor uns gemacht haben: eine Belohnung für die erfolgreiche Vermittlung einer Wohnung auszusetzen.