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Superhelden, Katzenvideos, Pornos

Osama bin Laden war einst der meist gesuchte Mann der Welt. Der ehemalige Anführer des Terrornetzwerkes Al-Qaida ist für die Anschläge vom 11. September 2001 verantwortlich, die USA haben zehn Jahre lang nach ihm gesucht.

Im Mai 2011 wurde er in einem Gebirgsort in Pakistan aufgespürt – und von einem US-Elitekommando getötet. Auf dem Anwesen bin Ladens wurden aber auch Rechner sichergestellt. 

Was die CIA dort fand, hat sie lange geheim gehalten. Nun veröffentlichte sie den ganzen Datensatz. 

CIA-Chef Mike Pompeo sagte, Forscher könnten dadurch "neue Einblicke" in die Arbeitsweise von Terroristen gewinnen. Insgesamt knapp 470.000 Daten wurden veröffentlicht – darunter auch alberne YouTube-Videos, Infos zu geschauten Hollywood-Filmen und Verschwörungstheorien. Nur die ebenfalls gefundene Porno-Sammlung wollte Pompeo nichtmal als Titelliste veröffentlichen.

(Hier kommst du direkt zum CIA-Archiv.)

Wir haben in das CIA-Archiv reingeschaut. Das sind die wichtigsten (und absurdesten) Fundstücke:
Es sind Briefe von bin Laden an seinen Sohn Hamza dabei. Sie zeigen, wie Al-Qaida versuchte, sein Netzwerk zu erhalten. Hamza soll von Afghanistan nach Pakistan reisen und sich Fake-Reisepässe zulegen.
Es gibt auch Hetzschriften, in denen bin Laden versucht, Selbstmordattentate gegen Zivilisten zu rechtfertigen. Selbstmord ist im Islam verboten, Angriffe auf Unbewaffnete auch. Beides umgeht bin Laden mit theologischen Verrenkungen.
Besonders spannend: Es gibt auch mehrere Briefwechsel mit saudischen Imamen. Saudi-Arabien gilt als heimlicher Unterstützer von Islamisten in aller Welt, streitet das aber ab. Die Dokumente belegen erneut die Vernetzung.
Bin Laden hat sich auch mehr als Hundert YouTube-Videos heruntergeladen – darunter zwei streitende Kleinkinder ("Charlie bit my finger"), Socken-Häkelkurse und lustige Katzenvideos.
Außerdem ganze Trickfilme – wahrscheinlich für die Kinder im Anwesen. Unter anderem "Ice Age", "Batman Gotham Knight" und "Cars".
Auch "Naruto", ein Anime-Epos um jugendliche Ninjas, lag auf Osamas Festplatte. Und der Horrorstreifen "Resident Evil".
Ebenfalls im CIA-Archiv: Dokumentationen ("Wo in der Welt ist Osama bin Laden?") und Artikel, die sich mit bin Laden und Al-Qaida beschäftigt. Der Terrorfürst hat sich also gerne selbst gegoogelt.
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Die Dateien sind fast alle auf Arabisch, es handelt sich um persönliche Notizen, aber auch Audiofiles und "Home Videos". Anweisungen an Qaida-Mitglieder sind darunter, aber eben auch viele alltägliche Fotos und Dateien, die zeigen, wie westlich bin Laden in seinem Versteck gelebt hat. 

Die Dokumente zeigen die Banalität des Bösen – und machen den Islamisten zum heimlichen Hollywood-Fan.

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