Bild: Getty Images/ Montage: bento

Es ist hoffentlich ein Vorbild für viele andere Staaten und Länder: Im US-Bundesstaat Oregon können Menschen, die sich weder als Frau noch als Mann fühlen, bald im Führerschein oder in offiziellen Dokumenten ein drittes Geschlecht angeben. Statt eines Ms für "male" oder eines Fs für "female" wird dann ein X eingetragen. 

Oregon ist der erste US-Bundesstaat, der diese Regelung einführt. Ab dem 3. Juli soll es soweit sein, entschied die Verkehrsbehörde DMV. (NBC/ Guardian)

"Wir müssen Barrieren provokativ abbauen", sagte Gouverneurin Kate Brown. Die Demokratin nannte den Beschluss einen wichtigen Schritt hin zu einer "Gesellschaft, die Rechte, Freiheiten und die Würde eines jeden Volkes aufrechterhält."

Wie kam es zu der neuen Regelung?

Im Juni 2016 hatte ein Richter in Oregon bereits entschieden, dass Jamie Shupe aus Portland, eine Person, die sich weder als Frau noch als Mann fühlt, auch offiziell ihr Geschlecht zu geschlechtsneutral ändern durfte. (The Guardian/ Daily Mail)

"Es gibt seit heute ein bisschen mehr Wahrheit und Gerechtigkeit in der Welt", sagte Hayley Gorenberg. Er ist stellvertretender Rechtsdirektor von Lambda Legal, der größten nationalen Rechtsorganisation, die sich für die Bürgerrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und transgender Menschen einsetzt.

"Unser ganzes Leben ist so gegendert, deshalb ist es so wichtig, dass Führerscheine und andere Formen von Ausweisen jetzt auch die geschlechtsneutrale Möglichkeit bieten", sagte Nancy Haque von Basic Rights Oregon. Die Organisation hatte sich für die Neuerung eingesetzt. 

"Die Beseitigung von Barrieren ist entscheidend, damit alle Menschen ein gesundes und produktives Leben führen können." (Huffington Post)


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