Ein Kuss gegen Homophobie

Zwei Männer küssen sich bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea. Etwas, das Alltag sein sollte – und trotzdem von vielen ganz besonders gefeiert wird. Denn Ski-Freestyler Gus Kenworthy, 26, hat nicht nur seinen Freund geküsst, sondern auch eine Botschaft.

Dies sei "der einzige Weg, Vorurteile einzustampfen, Mauern einzureißen, die Homophobie zu bekämpfen", sagte Kenworthy nach dem Kuss.
Wie kam es zu dem romantischen Moment?

Gus ist erfolgreicher Skisportler und gewann vor vier Jahren bei den Spielen in Sotschi Silber im Slopestyle. Schon damals habe er seinen Freund küssen wollen, doch nicht den Mut dazu gehabt, sagte Gus dem Fernsehsender NBC, der den Kuss in Pyeongchang festhielt. In Sotschi habe er noch größere Skepsis wegen der in Russland verbreiteten Homosexuellenfeindlichkeit gehabt, auch Freunde und Familie wussten noch nicht Bescheid. 

Inzwischen hatte er sein Coming-out und seinen Freund Matthew Wilkas, der ein T-Shirt mit dem Aufdruck "USGay"trug, mit zum olympischen Slopestyle-Wettkampf mitgenommen. "Es war ein Mini-Schmatzer", sagte Matthew (Bild). Aber ein Mini-Schmatzer mit viel Liebe:

​"Das zu machen, ihm einen Kuss zu geben, diese Liebe der Welt gezeigt zu haben, ist unglaublich", sagte Gus.

Als er ein Kind war, habe es solche Bilder nicht gegeben, er habe so etwas nie gesehen, sagte Gus. "Hätte ich das, hätte es mir leichter gemacht."

So ist Gus jetzt hoffentlich ein Vorbild für viele andere. 

Glück in der Liebe, Pech im Sport

Am Ende erzielte Gus bei dem Wettbewerb den zwölften und damit letzten Platz. Jubel gab es aber trotzdem. Und zwar von seiner Mutter, die mit einer Regenbogenfahne im Ziel wartete.

Schöne Momente, von denen es ruhig noch viel mehr geben könnte:

Übrigens freute sich auch ein Promi ganz besonders über den Kuss:


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