Bild: Ralf Hirschberger/dpa
Und entschuldigt sich erst mal bei allen Paaren, die bisher nicht heiraten konnten.

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg hat die "Trauung für alle" beschlossen. Der Antrag wurde von der 48. Synode mit drei Enthaltungen einstimmig angenommen. Die Kirche begrüße die rechtliche Gleichstellung und die Beendigung der Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare, schrieb sie auf ihrer Homepage.

1 Warum hat die Kirche die Ehe für alle eingeführt?

bento hat bei der Oldenburgischen Kirche nachgefragt. Pressesprecher Dirk-Michael Grötzsch nannte als Hauptgrund das Gesetz der Bundesregierung zur Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts. 

Das Gesetz, das die Ehe für alle ermöglicht, wurde bereits im Juni 2017 verabschiedet. Nun macht die Oldenburgische Kirche sie auch auf ihrer Ebene möglich.

2 Warum hat das so lange gedauert?

Grötzsch erklärt die Verzögerung mit der Bürokratie der Kirche: "Unser Beirat ist der Frage sehr entschlossen nachgegangen und hat eine Eingabe an die Synode formuliert. Im Anschluss haben sich mehrere synodale Ausschüsse mit dem Thema befasst." 

Das Problem: Über Ergebnisse der Ausschüsse müsse anschließend in der Synode abgestimmt werden. "Die Synode tagt nur zweimal im Jahr." Von daher sei dies eine sehr zügige Antwort auf die Eingabe gewesen, so Grötzsch.

3 Wie wurde der Beschluss der Kirche aufgenommen?

Sehr positiv. Grötzsch betonte: 

Es war ein einstimmiger Beschluss. Alleine das zeigt schon eine ganz große Zustimmung innerhalb der Kirche.

Auch in sozialen Netzwerken sei die Nachricht oft geteilt und positiv aufgenommen worden, so Grötzsch.

4 Was ändert sich jetzt in der Oldenburgischen Kirche?

Zunächst sei es jetzt natürlich möglich, dass sich gleichgeschlechtliche Paare trauen lassen können.

Dies sei früher nicht der Fall gewesen, wofür sich der Bischof der Oldenburgischen Kirche, Thomas Adomeit im Rahmen der Synode entschuldigte: "Die Gleichstellung von Personen gleichen Geschlechts hat die Kirche in Oldenburg nicht immer umgesetzt. Es ist dadurch manche Verletzung entstanden." 

Außerdem ging der Bischof auf die Mitarbeiter der Kirche ein. Theologinnen und Theologen, seien aufgrund ihrer sexuellen Orientierung nicht in den Dienst der Kirche übernommen worden oder konnten ihre Beziehungen nicht offen leben. "Auch hier hat die Kirche Leid und Enttäuschung verursacht. Und auch diese Menschen bitte ich für die oldenburgische Kirche um Verzeihung", so Adomeit.

Die Oldenburgische Kirche sei aber auf einem guten Weg. "Ich habe in den letzten Jahren in der Oldenburgischen Kirche keinerlei Diskriminierung erlebt", betont Grötzsch.


Haha

Diese lustige Geschichte zeigt, was uns in der Zukunft erwartet, wenn wir alles per App steuern
Ist so ein Smart Home vielleicht doch nicht so smart?

Du drehst deine Heizung noch selber per Hand auf, wenn dir kalt ist? Wow, das ist so 2015. Gibt's doch heutzutage 'ne App für, Mensch! Dann musste nicht mal von der Couch aufstehen, mega praktisch! Außer, jaaaaa....

Wenn der Server des Anbieters ausfällt, musst du leider frieren.

Genau das ist gerade passiert. Die Server des "Smart Home"-Anbieters Netatmo sind ausgefallen und frierende Nutzerinnen und Nutzer haben sich auf Twitter beschwert.

Zum Beispiel Kieran aus Irland: