Bild: dpa/Alexander Schwarzl

Österreich hat Hasskommentare satt. Die Staatsanwaltschaft Wien prüft derzeit Tausende Kommentare unter einem Facebook-Eintrag von Heinz-Christian Strache, dem Chef der rechtspopulistischen Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ).

Strache hatte Samstag mit der Zeile "Fassungslos!" einen Artikel geteilt. Darin geht es um den vermutlichen Suizidversuch eines Asylwerbers. ("Der Standard")

In kurzer Zeit hatten sich um die 5000 Kommentare gesammelt, dazu etwa 4700 Reaktionen. 3000 davon mit einem lachenden Smiley oder dem erhobenen Daumen. Eine Nutzerin kommentierte zum Fall des Flüchtlings: "Drüberfahren und gut ist".

Hier haben wir einige Hasskommentare dokumentiert:
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Die Staatsanwaltschaft hält nun viele dieser Kommentare für strafrechtlich relevant – auch Strache kann wohlmöglich für das Management seiner Facebook-Seite zur Verantwortung gezogen werden.

Die FPÖ löschte daraufhin Kommentare – allerdings nach fragwürdigen Maßstäben.

Von den 5000 Kommentaren sind noch etwa 1000 übrig. Mehrere österreichische Medien hatten berichtet, dass die Hasskommentare über das Wochenende stehen blieben – und zunächst die Kritiker gesperrt wurden.

Unter anderem hatte der Wiener Caritas-Generalsekretär Klaus Schwertner in einem Kommentar unter dem Post zur Mäßigung aufgerufen. Daraufhin sei er geblockt worden:

Die FPÖ entschuldigte die zaghafte Löschung mit dem hohen Arbeitspensum – die Tausenden Kommentare hätten einen "Rückstau" bewirkt ("Die Presse"). Strache selbst postete am Montagabend eine Stellungnahme: "Zur Klarstellung: Ich distanziere mich ganz klar von Hasspostings und Gewaltaufrufen und fordere einmal mehr dazu auf, diese zu unterlassen!"

Kurz darauf veröffentlichte er einen neuen Artikel, nach dem angeblich jeder vierte Muslim in Wien gewalttätig sei. Einer Kommentatorin, die auf Rechenfehler in der Studie hinweisen will, wird mit dem Kommentar "Schwirr ab, Kopftuchmädchen" geantwortet.

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