Bild: dpa/Guido Kirchner

In Nordrhein-Westfalen hat die Landesregierung aus CDU und FDP beschlossen, das Bus- und Bahnticket für Bedürftige schrittweise abzuschaffen. Das verkündete der Landesverkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) im Rahmen des Landes-Verkehrsausschuss am Mittwoch. 

Insgesamt 40 Millionen Euro will das Land so einsparen und stattdessen in andere Bereiche wie den Straßenbau investieren.

Wer ist davon betroffen?

300.000 Menschen sind von den Kürzungen im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW betroffen, darunter vor allem sozial Schwache wie Asylbewerber oder Sozialhilfeempfänger. Ihnen sollte das Sozialticket ermöglichen, die öffentlichen Verkehrsmittel in Nordrhein-Westfalen trotz geringem oder keinem Einkommen nutzen zu können.

Was ist ein Sozialticket?

Sozialtickets sind bezuschusste Monatskarten für den öffentlichen Verkehr, viele Bundesländer und Städte bieten die ermäßigten Tickets für Benachteiligte an. In Nordrhein-Westfalen kostet das Sozialticket des Verkehrsbundes Rhein-Ruhr (VRR) 37,80 Euro im Monat und ist damit günstiger als eine reguläre Monatsfahrkarte. (VRR)

Bezuschusste Fahrkarten gibt es in ganz Deutschland, darunter in Städten wie Hamburg, Hannover oder Berlin. In Berlin hatte die rot-rot-grüne Landesregierung die Kosten für ein Sozialticket im Juli von 36 auf 27,50 Euro gesenkt. (Berliner Morgenpost)

Schon im August hatte Schwarz-Gelb im Rahmen einer kleinen Anfrage der SPD geäußert, über den Verbleib des Sozialtickets zu verhandeln.  

Die Entscheidung der schwarz-gelben Landesregierung wird auf Twitter kontrovers diskutiert.

Einige Stimmen sehen die Entscheidung, soziale Leistungen, wie ein bezuschusstes Bahnticket, zu kürzen, als exemplarisches Vorbild einer schwarz-gelben Regierung. 

Andere sind vor allem eins: Wütend über die Entscheidung. 

Diese Twitter-Nutzerin hat einen neuen Lösungsansatz: Sie schlägt vor, Bahntickets direkt kostenfrei für Bedürftige anzubieten: 

Die Grünen in NRW forderten im April 2017 bereits ein Billig-Bahnticket für alle: 


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