Bild: dpa/Korea Summit Press Pool
Das historische Treffen in Bildern.

Die beiden Länder Nordkorea und Südkorea sind seit 65 Jahren gespalten. Nun haben sich Südkoreas Präsident Moon Jae In und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un getroffen. Und wollen Frieden. (bento)

Moon und Kim kamen im Grenzort Panmunjom zusammen. Das kleine Dorf liegt auf der Grenze zwischen Nord- und Südkorea. Soldaten beider Länder stehen sich dort täglich an der Grenze gegenüber. Diktator Kim lies seit Jahren an der Atombombe basteln und drohte mit Krieg. Jetzt war er als erster nordkoreanischer Herrscher seit 1953 im Süden zu Besuch. (Yonhap News)

(Bild: Hwang Kwang-Mo/YONHAP/dpa)

Das eintägige Treffen zwischen Moon und Kim wurde akribisch vorbereitet. Eine Annäherung dieser Art gab es noch nie. Nur zwei Mal trafen sich Vertreter beider Länder – 2000 und 2007. Dann war wieder Funkstille. 

Jetzt reichten sich  Moon und Kim die Hand. 

(Bild: Korea Summit Press Pool/dpa)

Das Treffen fand unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen statt. Bodyguards begleiteten die Staatschefs. 

Selbst als beide in Limousinen zum Mittagessen gefahren wurden, joggten sie in Mannschaftsstärke nebenher.

Was Kim und Moon dann beim gemeinsamen Gespräch beschlossen haben:

  1. Beide Seiten wollen an an einer atomaren Abrüstung arbeiten – die komplette koreanische Halbinsel soll frei von Atomwaffen werden. Nordkoreas Machthaber Kim hat betont, er sei zu einem kompletten Abbau seines Atomprogramms bereit.
  2. Beide Seiten wollen versuchen, ihre "Differenzen zu verringern", hieß es in der gemeinsamen Erklärung. Noch im Laufe des Jahres soll ein Frieden ausgehandelt werden.

Wie ernst es Diktator Kim mit dem Frieden meint, zeigt sein handgeschriebener Eintrag ins Gästebuch von Panmonjom.

(Bild: Presidential Office Cheong Wa Dae/YNA/dpa)

Dort steht, übersetzt:

"Eine neue Ära startet jetzt. Ein Zeitalter des Friedens, beginnend vom Punkt der Geschichte."

Warum ist das wichtig?

Der Konflikt zwischen Nordkorea und Südkorea betrifft nicht nur die Länder. China und die USA sind ebenfalls als Schutzmächte involviert, damit könnte ein Krieg auf der Halbinsel die ganze Welt mit hineinziehen. In der Vergangenheit hatten sich gerade Kim und der US-Präsident Donald Trump gegenseitig beleidigt und provoziert. (bento)

Wenn sich der Diktatur jetzt zur Abrüstung bekennt, macht das die Welt ein bisschen sicherer.

Mit Material von dpa


Gerechtigkeit

Zu Hause bei Marlies Krämer: Feminismus nervt
Wie tritt man dafür ein, dass Frauen so behandelt werden sollten wie Männer?

Spielstraßen, sanierte Fassaden, Buchsbaum, an diesem Ort lässt sich eine Geschichte erzählen über den Kampf gegen die Benachteiligung von Frauen. 

In Sulzbach bei Saarbrücken zeigen die Fensterläden an, wo Marlies Krämer wohnt. Das einzige Haus, an dem welche hängen, ist ihres. 

Was viel über die Frau aussagt, die in Deutschland für konsequenten Feminismus steht. "Als wir einzogen, wollten sie, dass die Häuser in der Straße gleich aussehen. Ich hab gesagt: Nix. Fensterläden dranlassen. Die sind mein Stolz", sagt Krämer.