Zwei Bilder, ein Vorbild

Vor genau einem Jahr, mitten im Wahlkampf, wurde Jacinda Ardern im Fernsehen eine Frage gestellt, die männliche Politiker nie zu hören bekommen: Wie sieht es denn mit der Kinderplanung aus? Die Sozialdemokratin war damals neu als Parteichefin im Amt und wollte Premierministerin von Neuseeland werden (bento). Damals sagte sie: "Ich weiß, dass viele Frauen in diesem Dilemma stecken" – und weigerte sich, die Frage zu beantworten. 

Immer noch eine Ausnahme

Heute, ziemlich genau 365 Tage später, ist Ardern tatsächlich Premierministerin, inzwischen Mutter – und sechs Wochen nach der Geburt wieder zurück an ihrem Arbeitsplatz. Sie ist die einzige derzeitige Regierungschefin, die im Amt ein Kind zur Welt gebracht hat.

Jacia Arderns Partner kümmert sich um die Familie

Wie Arderns Büro mitteilte, arbeitet ihr Stellvertreter Winston Peters ab heute nicht länger als Interimspräsident von Neuseeland und rückt wieder in die zweite Reihe. Um die gemeinsame Tochter Neve kümmert sich nun hauptsächlich Arderns Partner, der 40-jährige Radio- und Fernsehmoderator Clarke Gayford

Die Amtsgeschäfte führt die Vorsitzende der sozialdemokratischen Labour-Partei vorerst von Auckland aus. Am Samstag werden sie und ihre Familie dann in der Hauptstadt Wellington zurückerwartet. 

Mit ihrem Mann hatte sich Jacinda Ardern schon kurz nach der Geburt ihres gemeinsamen Kindes gezeigt:

Ein Symbol – für etwas, das eigentlich selbstverständlich sein sollte

Jetzt, rund eineinhalb Monate später, veröffentlichte die 38-jährige Regierungschefin ein neues Foto auf ihrem Instagram-Kanal. Es ist ein Erinnerungs-Schnappschuss aus dem vergangenen Jahr, als Ardern gerade zur Parteichefin der sozialdemokratischen Labour Party gewählt wurde – und sich die heute berühmte Frage anhören musste. Heute zeigt das Bild, dass Ardern sich durchsetzen konnte. Sie hat es geschafft. Es zeigt, dass Politikerinnen Mütter und mächtig sein können. 

Vor Ardern ist erst eine Regierungschefin während ihrer Amtszeit Mutter geworden: die pakistanische Premierministerin Benazir Bhutto im Jahr 1990. Ministerinnen, die Mutter wurden, gab es hingegen schon mehrfach. Dazu gehören auch die deutschen Politikerinnen Kristina Schröder (CDU) und Manuela Schwesig (SPD). Beide waren Familienministerinnen.

Mit Material von dpa


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