Folge 4: #NachDenRechtenSehen

Reden im Parlament zu halten, gehört zum Job von Bundestagsabgeordneten. Inzwischen ebenfalls an der Tagesordnung: beleidigende Zwischenrufe, lautes Klatschen und Buh-Rufe durch Kollegen. Die AfD hat das Klima im Bundestag verändert. Mitglieder der Fraktion platzieren Tabubrüche, die bei den anderen Parteien zu Empörung und Entsetzen führen. 

Nach den Rechten sehen

Ein Bekannter postet rassistische Witze im Netz, Demonstrierende zeigen den Hitlergruß, Abgeordnete reden im Bundestag über eine angebliche "Umvolkung" – und verharmlosen die NS-Zeit.

Rückt Deutschland wieder gefährlich nach rechts?

Antworten auf diese Frage suchen wir in der Videoreihe "Nach den Rechten sehen". Wir haben uns in Deutschland auf die Suche gemacht. Mit den Rechten geredet – und mit jenen, die sich dem Rechtsruck entgegenstellen. 

Für Feedback, Fragen oder Kritik: Schreibt uns eine Mail an nachdenrechtensehen@bento.de.

Wie ist es, mit den Mitgliedern der AfD zusammenarbeiten zu müssen?

Darüber haben wir mit der SPD-Abgeordneten Sarah Ryglewski, 36, gesprochen.

Anfänglich wurde die AfD eher belächelt. Die Partei wirkte zunächst für viele wie ein Verein Ewiggestriger, die sich die D-Mark zurückwünschten. Das änderte sich innerhalb kurzer Zeit. Gekonnt bespielen die Rechtspopulisten heute soziale Medien und erreichen so viele Menschen. Die Parteiführung wechselte und richtete sich stärker am national-völkischen Flügel der AfD aus. Sie haben die Gesellschaft und den Bundestag verändert.

Journalist und Autor Paul Middelhoff, 28, hat sich intensiv mit dem Netzwerk der Neuen Rechten beschäftigt. Er erklärt, wie die Partei immer extremere Positionen einnahm.

Was Sarah Ryglewski und Paul Middelhoff zur AfD im Bundestag sagen, siehst du oben im Video.

Mitarbeit am Video: Marc Röhlig

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Future

Abi zu leicht, Studis zu blöd? So empfinden Studierende das Niveau an der Uni

Peter-André Alt, 59, hat sich bei vielen jungen Studierenden gerade ziemlich unbeliebt gemacht. Denn der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) ist der Ansicht, dass es "gravierende Mängel gibt, was die Studierfähigkeit zahlreicher Abiturienten angeht."

In einem Interview mit den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland spricht er von "massiven Wissenslücken" und bezweifelt, dass mit dem Abitur die Voraussetzungen für das Studium erfüllt sind. Ihm zufolge habe es "offenbar eine erhebliche Verschlechterung innerhalb der letzten fünf Jahre gegeben". (SPIEGEL ONLINE)

Wir haben mit Studierenden der Uni Hamburg gesprochen und sie gefragt, was sie von den Vorwürfen halten.

Fühlen sie sich überfordert? Hat sie das Abitur gut genug auf das Studium vorbereitet? Oder halten sie die Vorwürfe ebenfalls für mangelhaft?

Rahel, 23, studiert Lehramt für Sonderpädagogik