Bild: Getty Images

In den vergangenen drei Tagen wurden 39 Leichen aus dem Grenzfluss zwischen Bangladesch und Myanmar geborgen. Unter den Toten sind mehrere Kinder und Frauen. (SPIEGEL ONLINE)

Wahrscheinlich sind alle Rohingya-Flüchtlinge, eine muslimische Minderheit aus Myanmar. Dort werden die Rohingya seit Jahren unterdrückt, ihnen wird die Staatsbürgerschaft verweigert und ihr Land genommen, sie werden von der buddhistische Mehrheit brutal verfolgt, immer wieder kommt es zu Vergewaltigungen und anderen Gewalttaten.

Das Nachbarland Malaysia wirft Myanmar einem Völkermord vor. 
Wo liegt Myanmar?

Das Land liegt in Südostasien neben Thailand. Im Westen grenzt es an Bangladesch und Indien. Die meisten Rohingya leben im Bundesstaat Rakhine nahe der Grenze zu Bangladesch.

(Bild: Lokaler; Montage: bento)
Wer sind die Rohingya?

Eine muslimische Minderheit. Sie leben schon seit mehreren Generationen in Myanmar – doch die buddhistische Mehrheit lehnt sie ab. Viele werfen den Rohingya vor, keine richtigen Burmesen zu sein, etwa 1,1 Millionen, leben in Rakhine. Sie werden deshalb seit Jahrzehnten von radikalen Buddhisten und der Armee unterdrückt und verfolgt. (NZZ)

  • In der vergangenen Woche kam es zu Aufständen einiger militanter Rohingya gegen die Armee.
  • Dabei kamen fast 400 Menschen ums Leben, die meisten davon Rohingya.
  • Zehntausende Rohingya sind in der Folge in das benachbarte Bangladesch geflohen.

Die Flüchtlingsorganisation IOM geht von etwa 18.000 jüngst geflohenen Rohingya aus, die Uno schätzt die Zahl auf bis zu 38.000. Bangladesch sagt, in den vergangenen Jahren kamen insgesamt mittlerweile mehr als 400.000 Menschen. (SPIEGEL ONLINE/NZZ)

So leben die Rohingya:
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Was sagen Menschenrechtler?

Amnesty International wirft den burmesischen Sicherheitskräften Gräueltaten an den Rohingya vor. Die Armee würde "Säuberungsoperationen" in von Rohingya bewohnten Gegenden durchführen – Medien und Menschenrechtler werden gezielt abgeschirmt.

  • Rohingya würden außerhalb des Gesetztes getötet.
  • Auf Zivilisten werde willkürlich geschossen, viele werden vergewaltigt.
  • Zehntausende wurden obdachlos, nachdem ihre Häuser zerstört wurden.
Myanmar wird von einer Friedens-Nobelpreisträgerin angeführt. Warum macht sie nichts?

Die 72-jährige Aung San Suu Kyi hat sich in den 80ern für die gewaltfreie Demokratisierung Myanmars eingesetzt, 1991 wurde Suu Kyi mit dem Friedens-Nobelpreis ausgezeichnet. Ab Mitte der 90er wurde sie von der Militärregierung bis 2010 unter Hausarrest gesetzt.

Myanmars Friedens-Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi (Bild: Lynn Bo Bo/EPA/dpa)

Heute ist Suu Kyi die politische Anführerin Myanmars – schweigt aber über die Jagd auf die Rohingya. Beobachter vermuten, sie will ihre buddhistischen Anhänger nicht verlieren. Außerdem ist sie beim Militär immer noch unbeliebt. Um keine Konfrontation zu riskieren, ließ sie die Gewalt gegen die muslimische Minderheit lange Jahre unkommentiert geschehen. (Die Welt)

Nun eskaliert die Gewalt. Und Myanmars Nobelpreisträgerin sieht dabei zu.


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Diese Gruppe "entfernt" ganz legal Wahlplakate
Einfach so.

Wahlplakate stehen aktuell wieder auf der Abschussliste. Im Osten der Bundesrepublik wird vor allem auf Plakate der Linken, Grünen und der Regierungsparteien SPD und CDU Jagd gemacht, in Großstädten trifft es auffällig viele FDP- und AfD-Plakate. Nachts werden sie heimlich verschandelt, besprüht, zerrissen oder geklaut und in der Hecke entsorgt. 

Das Problem dabei: Das ist illegal. 

Denn dabei handelt es sich um Sachbeschädigung, und diese wird mit Geldstrafen bis hin zu zweijährigen Haftstrafen geahndet (Frankfurter Rundschau). Eine kreativere und vollkommen legale Alternative hat sich das Berliner Künstlerkollektiv "einfachso" überlegt.