Bild: Carmen Jaspersen/dpa
Schluss mit Sexismus

Die Stadt München hat am Donnerstag beschlossen, keine sexistischen Motive mehr auf städtischen Werbeflächen zuzulassen, das berichtet die "AZ". Die bayerische Hauptstadt folgt damit einem Konzept aus Bremen.

Was genau wird in München verboten?

Die Stadtwerke München und das Wirtschaftreferat dürfen künftig Motive auf Werbeflächen an öffentlichen Plätzen und Straßen ablehnen. Das bedeutet, dass Werbemotive und -Spots nicht mehr gezeigt werden dürfen, wenn sie offen frauenfeindlich sind oder andere Anforderungen nicht erfüllen. 

Hierzu gehöre Werbung,

  • die "die sexuelle Attaktivität der Frau ohne Sachzusammehang" zeige,
  • die Frauen "demütigt oder lächerlich macht",
  • die den Eindruck erwecke, dass Frauen "Waren sind oder als deren Zugabe erworben werden können",
  • oder die "zu Gewalt gegen Frauen oder Kinder" auffordere, heißt es im Antrag.

Vorbild war ein Verbot von sexistischer Werbung in Bremen. 

Alkohol- und Tabakwerbung bleibt weiter erlaubt

Einen weiteren Änderungsantrag der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) hat der Stadtrat abgelehnt: Es ging um das Verbot von Alkohol- und Tabakwerbung zum Schutz der Münchener Jugend. Die ÖDP schlug vor, den angenommenen Antrag zum Verbot der sexistischen Werbung gleich auf Alkohol- und Tabakwerbung auszuweiten. 

CSU, SPD und Grünen kam der Vorstoß aber zu überraschend, man wolle über eine solche Ausweitung zu einem "Schnaps- und Tabakverbot" schon gern erst ausführlich diskutieren.

Überhaupt laufe gerade ja noch das Oktoberfest, argumentierte SPD-Stadträtin Bettina Messinger: "Wir müssen da schon auch an die Brauereien denken."


Today

Schauspielerin Amy Schumer bei Protesten gegen Trumps Wunsch-Richter festgenommen
Offenbar wurde auch das Model Emily Ratajkowski festgesetzt.

Trotz der schweren Vorwürfe gegen Brett Kavanaugh wollen die Republikaner möglichst schnell im US-Senat über seine Bestätigung als Richter am Obersten Gerichtshof abstimmen lassen – wahrscheinlich noch diese Woche. Dagegen haben in Washington, D.C., Tausende Menschen protestiert. 302 Menschen wurden festgenommen – darunter auch Schauspielerin Amy Schumer.

Was ist passiert?

Bei Protesten gegen die Berufung des Kandidaten Brett Kavanaugh an das Oberste US-Gericht sind auch die Schauspielerin Amy Schumer und offenbar auch das Model Emily Ratajkowski festgenommen worden. 

Das zeigten unter anderem Aufnahmen des Senders NBC vom Donnerstag (Ortszeit). Den Festgenommenen wird vorgeworfen, innerhalb eines Senats-Bürogebäudes illegal demonstriert zu haben.