Ich kenne mein Kind am besten und weiß, wie ich mit ihm umgehen will.

Eltern, das war lange Zeit vor allem: Mütter. Der Vater ging das Geld ranholen. Zum Glück ändern sich Zeiten. Viele junge Eltern teilen sich gemeinsam ihre Verantwortung fürs Kind.

Meinung

Was Du hier liest oder guckst, ist die Meinung eines Autors oder einer Autorin. So ein Kommentar muss nicht der Meinung der gesamten Redaktion entsprechen. Wir finden es wichtig, verschiedene Meinungen abzubilden. Mehr darüber, wie wir arbeiten, in den häufig gestellten Fragen.

Es gibt da nur ein kleines Problem, wenn junge Väter daheim bleiben: Die Momsplainer!

Ich bin Vater einer knapp anderthalb Jahre alten Tochter. Ich war sechs Monate in Elternzeit, ich arbeite jetzt in Teilzeit. Ich koche morgens Brei und stehe nachmittags an der Schaukel. Wenn ich mit meiner Tochter in der Stadt unterwegs bin, begegnen mir die Momsplainer ständig – im Supermarkt sagen sie mir, welche Kekse ich kaufen soll. Im Bus erklären sie, wie ich mein Kind beruhigen könne. 

Wieso ich das Momsplaining schwierig finde, erfährst du oben im Video.


Streaming

Klimakrise auf Norwegisch: Wenn Greta versagt, müssen die Götter es richten
Netflix macht nun Klimawandel-Fantasy – leider geht es schief

Die Erde wird Tag um Tag weiter zerstört und Millionen Menschen gehen weltweit auf die Straße, um immer wieder darauf aufmerksam zu machen. Wirtschaft und Politik handeln sehr zögerlich, doch eine Teenagerin bietet den Mächtigen die Stirn. Zugegeben: Schon die Realität klingt wie der Plot einer Serie. 

Das dachten sich auch die Macher der neuen Netflix-Produktion "Ragnarök": Sie stellen die Klimakrise in den Mittelpunkt des Dramas. Und garnieren das Ganze dann mit ein paar norwegischen Göttern.

Das erste Netflix-Original aus Norwegen ist der ambitionierte Versuch, eine Fantasy-Endzeit-Serie radikal in der Gegenwart zu verorten: Keine Zombies, kein kalter Krieg, sondern die Erderwärmung als größte Gefahr. Dramaturgisch ist das netflixtypisch gut erzählt, mit spannenden Cliffhangern und glaubhafter Charakterentwicklung.

Doch anstelle einer Auseinandersetzung mit den Einflussmöglichkeiten und der Verantwortung der Menschen – also dem, was aktuell wirklich diskutiert wird - weicht Netflix auf eine sehr flache Metaebene aus. Und das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch gefährlich.

Der Name "Ragnarök" kommt aus der nordischen Mythologie und bedeutet etwa "Schicksal der Götter". Es ist die Geschichte vom letzten Kampf der Götterbande rund um Thor und Odin gegen die Riesen, die in der literarischen Vorlage letztlich gewinnen und die Welt zerstören.

Thor? Nein, mit den gleichnamigen Marvel-Verfilmungen hat all das nichts zu tun. Der Hammer fliegt trotzdem.

Das liegt am "Ragnarök"-Protagonisten Magne. Er ist neu in der norwegischen Kleinstadt Edda, und entwickelt dort schon nach kurzer Zeit übermenschliche Fähigkeiten. So unterbietet er mal eben den Weltrekord über 100 Meter Sprint um zwei Sekunden oder spürt Veränderungen des Wetters. 

Trotzdem bleibt er Außenseiter – so wie seine Mitschülerin Isolde, die auf eigene Faust gegen das mächtigste Unternehmen der Stadt, Jutul-Industries, ermittelt. Dieses steht im Verdacht, die Umwelt zu verschmutzen. Also nimmt Isolde Wasserproben, stellt Clips davon auf YouTube und setzt den Chef des Unternehmens unter Druck. Was Teenager 2020 eben so machen.