Bild: Europa Press/Europa Press/dpa
Zwei Antworten zur Lage im Mittelmeer

Die spanische Nichtregierungsorganisation "Open Arms" beendet ihre Rettungseinsätze vor der Küste von Libyen und konzentriert sich allein auf das Mittelmeer südlich von Spanien. Gleichzeitig prangerten sie die "Kriminalisierung" humanitärer Organisationen im Mittelmeer an (Yahoo).

Weshalb zieht "Open Arms" seine Schiffe von der libyschen Küste ab?

In den vergangenen Wochen ist die Zahl der Migranten, die an der spanischen Küste ankommen, stark angestiegen. Gemeinsam mit der spanischen Küstenwache will die Hilfsorganisation deshalb auf der Straße von Gibraltar und im Alborán-Meer zwischen Marokko und Spanien Rettungseinsätze ausführen. 

"Die intensive Kampagne, NGOs im zentralen Mittelmeer zu kriminalisieren und die Einführung einer unmenschlichen Politik haben nicht nur die Schließung von italienischen und maltesischen Häfen verursacht, sondern auch die Lähmung vieler humanitärer Hilfsorganisationen", schrieben Vertreter von "Open Arms" in einem Statement. Gleichzeitig habe das zu einem Anstieg der ankommenden Migranten südlich von Spanien geführt.

Solange der Druck durch viele ankommende Migranten an der spanischen Küste dauere, werde die "Open Arms" seine Arbeit ausführen, hieß es in dem Statement weiter.

Wie ist die Lage im Mittelmeer?

Mittlerweile hat die Route über Marokko nach Spanien den zentralen Weg über Libyen nach Italien als wichtigste Route für Migranten nach Europa abgelöst. Bis zum 26. August sind laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) 27.994 Menschen in Spanien angekommen, in Italien und Malta waren es zusammen 20.466. Im vergangenen Jahr kamen über die zentrale Mittelmeerroute fast 100.000.

Bei der Überfahrt ertrunken sind in diesem Jahr im Mittelmeer bislang mindestens 1549 Menschen – davon allein auf der Route von Libyen 1130. Die Route ist also weiter die gefährlichste für flüchtende Menschen.


Haha

Dunstabzugstaube und Herdmännchen – Twitter sucht gerade #haushaltstiere
Unsere 17 Lieblings-Tweets

Man muss nicht jeden Trend auf Twitter verstehen. Manchmal reicht es, ihn einfach zu genießen. Unter dem Hashtag #haushaltstiere zum Beispiel werden gerade ziemlich geniale Wortspiele gesammelt, es geht um: Tiere und Haushalt.