Bild: dpa/moas.eu
Das sind die, die Europa gerade im Küstenschutz ausbildet

Mitglieder der libyschen Küstenwache haben am Dienstag Schüsse abgefeuert – während vor ihnen Flüchtlinge im Wasser trieben. Das berichten jetzt übereinstimmend mehrere NGOs, darunter "Ärzte ohne Grenzen" und die deutsche Hilfsgruppe "Jugend rettet".

Mehrere Schnellboote, die das Emblem der libyschen Küstenwache trugen, umkreisten demnach zwei Flüchtlingsboote. Die Schüsse wurden laut Augenzeugen in Richtung der Boote und die in Luft abgefeuert, mehrere Flüchtlinge sprangen panisch ins Wasser. 

Ärzte ohne Grenzen hat ein Video des Zwischenfalls gedreht:

Der Vorfall habe sich laut "Jugend rettet" in internationalen Gewässern ereignet – 14 Kilometer außerhalb des Einflussbereichs der libyschen Küstenwache. Die Ertrinkenden konnten gerettet werden, verletzt wurde niemand.

Die libysche Küstenwache selbst sagte gegenüber Al-Jazeera, sie habe mit dem Vorfall nichts zu tun und verlange erst mal Beweise. Trotz des Videos. 

Unweit entfernt ertranken am selben Tag mindestens 31 Menschen, darunter viele Kinder. Allein in diesem Jahr starben mindestens 1200 Menschen beim Versuch, von Afrika aus auf selbstgebauten Booten das Mittelmeer zu überqueren. (Tagesschau

Die Europäische Union kooperiert mit Libyen im Schutz der Gewässer.

Offiziell geht es darum, die Arbeit von Schlepperbanden zu verhindern. Europäische Grenzschützer bilden daher ihre libyschen Kollegen aus, um die Küste besser zu schützen – damit Flüchtenden gar nicht erst in Seenot geraten (tagesschau.de). 

Viele Schleuser machen mit der Not Fliehender ihr Geschäft. Gegen Geld ermöglichen sie eine Überfahrt von Afrika nach Europa, oft wird aber nur ein marodes Schlauchboot zur Verfügung gestellt. Dort müssen dann oft Hunderte Platz nehmen.

Das Kalkül dahinter: Auch wenn es das Boot nicht bis nach Europa schafft, wird die Insassen  schon jemand vom Küstenschutz oder einer Hilfsorganisation retten. Wenn nicht, dann ist es auch egal – die Schlepper haben ihr Geld vorab kassiert.

Hier berichten freiwillige Helfer, was sie bei der Rettung von Flüchtlingen auf dem offenen Meer erleben:


Streaming

Ein Typ hat "Terminator 2" nachgedreht – komplett im Videospiel GTA V

Es gibt immer eine Fortsetzung der Fortsetzung – selbst für Action-Helden aus den Achtzigern. Für Arnold Schwarzenegger zum Beispiel. Gerade wurde bekannt, dass er im sechsten Teil der "Terminator"-Reihe (Ja, es gibt tatsächlich schon fünf Filme) wieder den Blechroboter aus der Zukunft spielen wird (stern.de).

Das Problem: Arnie ist auch nicht mehr der Jüngste. Mit 69 Jahren sieht er einfach nicht mehr aus wie ein Actionheld.

Die Lösung: Einfach alles am PC noch mal neu drehen.