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Das "Miniatur Wunderland" in Hamburg zieht jedes Jahr Tausende Besucher an. Doch nicht jeder kann sich den Eintritt zu der Modelleisenbahn-Ausstellung leisten. Deshalb hat das Unternehmen im Januar bedürftige Menschen umsonst hineingelassen.

Eigentlich eine super Sache. Doch genau das hat offenbar einem Besucher gar nicht gefallen. Er schrieb einen bösen Brief an das Wunderland:

Worum geht es?

Im Januar gab es – wie schon im Vorjahr – die Aktion "Kann ich mir nicht leisten". 17 Tage lang galt: Jeder, der an der Kasse sagte, er könne sich den Eintrittspreis (Erwachsene 13 Euro, Kinder 6,50 Euro) nicht leisten, musste auch nicht zahlen. Wie genau das funktioniert, erklären die beiden Wunderland-Gründer Gerrit und Frederik Braun hier im Video.

Laut Wunderland dürfe jeder teilnehmen, "der sich wirklich einen Besuch nicht leisten kann, egal ob Sozialleistungsempfänger, Flüchtling, allein erziehende Mütter/ Väter, Obdachlose oder andere, die jeden Euro zwei Mal umdrehen müssen".

"Die Aktion basierte auf Vertrauen und war wunderbar. Man spürte pures Glück und Freude bei den Menschen!", schrieben die Braun-Brüder hinterher auf Facebook.

Mehr als 18.000 Menschen sollen die Möglichkeit des freien Eintritts genutzt haben.

BITTE mit der BITTE TEILEN, dass die vielen liebevollen und wunderbaren Menschen in Deutschland, die bisher nur zuschauen, uns helfen nun endlich LAUTER zu werden.​
Frederik und Gerrit Braun

Aber woher dann der Hass?

Der Hassbrief an das Wunderland widerspricht all den Gedanken von Miteinander und Menschlichkeit, die die Aktion eigentlich ausdrücken soll. Und genau deshalb teilten die Brauns den an sie adressierten Brief am Mittwoch auf der Facebook-Seite des Wunderlands.

"Es reicht!", schreiben sie. Es könne doch nicht sein, dass "negative Botschaften schnell und leicht 'rausgehauen' werden und zu wenig positive Antworten entgegengesetzt werden". Dadurch antstünde ein völlig falsches Meinungsbild, so die Brauns.

Der Post endet mit einem leidenschaftlichen Appell: "Lasst uns gemeinsam Haltung für eine Welt zeigen, die wieder die Menschlichkeit in den Vordergrund stellt."

Hier ist die vollständige Antwort:

Gerechtigkeit

Liebe Jungpolitiker, ich verstehe ja, dass ihr provozieren wollt. Aber bitte nicht so!

Warum manche Menschen heute einen Mitgliedsantrag für eine politische Jugendorganisation unterschreiben? Weil sie dann gemeinsam ein Bierchen trinken können. Sterni, Astra, Augustiner oder Tannenzaepfle scheint für viele Grund genug, sich zu binden. Eine Klausurfahrt als Alternative für Wacken, Hurricane und Natur One.

Aber was haben die JU, Jusos, Julis und wie sie alle heißen sonst auch zu bieten?