Zwei Fragen, zwei Antworten

Die wegen Terrorvorwürfen in der Türkei angeklagte deutsche Journalistin Mesale Tolu darf die Türkei verlassen. Wie der Solidaritätskreis "Freiheit für Mesale Tolu" am Montag mitteilte, habe ein Gericht die Ausreisesperre aufgehoben. Der Prozess gehe aber weiter. 

Warum durfte Mesale Tolu das Land bis jetzt nicht verlassen?

Am 18. Dezember 2017 wurde sie per Gerichtsbeschluss zwar aus der Haft entlassen, wurde aber mit einer Ausreisesperre belegt. Ende April entschied sich das Istanbuler Gericht noch, die Ausreisesperre aufrechtzuerhalten. 

Tolu bestätigte die Nachricht auf Twitter:

Was wurde ihr vorgeworfen?

Die Staatsanwaltschaft warf ihr die Mitgliedschaft in einer Terrororganisation vor. Sie habe Propaganda betrieben. Am Montag beantragte die Staatsanwaltschaft dann selbst die Freilassung.

Tolu soll zwei Gedenkveranstaltungen für kurdische Kämpferinnen besucht haben, die Frauen waren im Krieg gegen den IS gefallen. Außerdem soll sie an einer Demonstration für Frauenrechte und einer Beerdigung für Mitglieder einer verbotenen kommunistischen Partei teilgenommen haben. (bento)

Mit Material von dpa


Gerechtigkeit

Wegen des Abtreibungsverbotes treten in Argentinien Tausende Menschen aus der Kirche aus
Drei Fragen und drei Antworten zur Entwicklung in Argentinien

Abtreibungen sind in Argentinien nur nach einer Vergewaltigung oder bei Lebensgefahr für die Mutter erlaubt. Im Juni diskutierten Parlamentarierinnen und Parlamentarier 23 Stunden lang darüber, ob Abtreibung legalisiert werden soll (bento). Sie entschieden sich dafür, der Senat lehnte aber ab. Aus Frust über die Entscheidung treten jetzt Tausende Argentinierinnen und Argentinier aus der katholischen Kirche aus.