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Sie ist wieder da!

Twitter versteht es, aus jedem Thema einen Lacher rauszukitzeln: Wenn Deutschland unter einer Hitzewelle einknickt, dann trendet #Erfrischungsfilme. Und wenn Horst Seehofer mit dem falschen Fuß aufsteht, von seinem Amt zurücktreten will und dann aber doch nicht, erlauben sich die User, das unter #Horstfilme mit Humor zu nehmen.

Mit #Menstruationsfilme nimmt Twitter sich jetzt wieder eines Themas an, das nicht alle nur lustig finden: die Periode. Schwer vorstellbar, dass jemand hierüber nicht lachen kann:

Menstruieren kann ganz schön brutal sein.

Und man kommt aus der Nummer ja auch nicht so einfach raus.

Kein Wunder, dass manche dabei auf der Strecke bleiben.

Leider ist die Periode immer noch kein Thema, über das alle reden wollen. Blut, Vagina, Flecken in der Unterwäsche – nicht jede und nicht jeder kommt damit gut zu recht:

Warum es so wichtig ist, über Menstruation zu sprechen?

Weil das Thema immer noch so stark tabuisiert ist, dass Mädchen und Frauen deswegen aus Bereichen des Lebens ausgeschlossen werden. Eine Studie des Kinderhilfswerks "Plan International" kommt zu dem Ergebnis, dass in Indien 20 Prozent der Schülerinnen die Schule abbrechen, nachdem sie zum ersten Mal ihre Periode bekommen haben. In Malawi könnten 70 Prozent der Mädchen nicht zur Schule, wenn sie ihre Tage haben, weil sie dort keine Möglichkeit haben, sich zu waschen oder ihre Binde zu wechseln.

Und auch in der westlichen Welt ist die Periode noch keine Normalität.

Wie erklärt man sich sonst, dass Millionen Menschen sich etwa bei Quentin Tarantinos Film "Kill Bill" genüsslich anschauen, wie 1.700 Liter Kunstblut über die Leinwand fließen, aber für Hygieneartikel-Werbung immer noch schamvoll eine Pipette hellblauer Flüssigkeit in eine Binde geträufelt wird? Oder die Tatsache, dass das lang ersehnte Mensturations-Emoji zur Enttäuschung vieler einfach ein Blutstropfen sein wird, der auch für "Blutspende" oder "Medizin" steht? 

Die Periode wird viel zu wenig thematisiert. Doch auch das ist manchen schon zu viel.

Roter Faden, schon klar. Trotzdem nicht lustig. Was kann man diesen Menschen noch sagen? Vielleicht das hier:

Oder man kann sie einfach ignorieren und weiterlachen:

Vorbereitung ist alles.

Von vielen gefürchtet.

Weil: Es ist anstrengend.

Aber zum Glück gibt es Mittel und Wege, damit umzugehen.

Bloß nicht erwischen lassen.

Stilvoll menstruieren.

Näheres dazu gibt es hier:

Und zum Schluss noch ein richtiger Lacher:



Future

Dieser Pixar-Kurzfilm zeigt, dass Frauen sich im Job immer noch wie Männer verhalten müssen, um Erfolg zu haben
Aber er zeigt auch, dass es Hoffnung gibt

Purl ist ein rosa Wollknäuel, sie mag Blumen und Stricken. Sie ist die Heldin eines neuen Kurzfilms von Pixar, den das Animationsstudio diese Woche auf Youtube veröffentlicht hat. Und in diesem Film geht es nicht um lebendiges Spielzeug oder verlorene Fische – sondern um ein echtes Erwachsenenproblem: Denn Purl hat einen neuen Job in der Investment-Abteilung der B.R.O. Capital. In dieser Firma ist der Name Programm: Dort arbeiten nur Männer in identischen Anzügen, zwischen den Meetings werden die Sportergebnisse gecheckt und schmutzige Witze erzählt. 

Purl passt in diese Welt nicht hinein – ihre Schreibtischdeko wird kritisch beäugt, ihre Vorschläge im Meeting ignoriert und über ihre Witze lacht niemand. Damit thematisiert der Kurzfilm eine Situation, in der sich viele Frauen im Berufsleben wiederfinden: Eine Arbeitswelt, in der "Erfolg" männlich besetzt ist. Je weiter man in der Karriereleiter nach oben klettert, desto schlimmer wird es – denn spätestens die Führungsebenen sind dann Männer-Territorium. (SPIEGEL ONLINE)

Hier der komplette Kurzfilm "Purl":