Wir sollten "die Drecksarbeit mit den Flüchtlingen" jemand anderem überlassen

Das Dauerthema Satire und Erdogan bleibt auch im EU-Parlament spannend: Martin Sonneborn wettert in einer jetzt im Netz geteilten Rede gegen den "Irren vom Bosporus". Sonneborn war Chef der Satirezeitung "Titanic" und ist Mitglied der (ursprünglich nicht ganz ernsten) Partei "Die Partei". Für die sitzt er derzeit im EU-Parlament.

In seiner Rede nimmt Sonneborn Bezug auf jüngste türkische Forderungen, die Förderung eines Kunstprojekt der Dresdner Sinfoniker einzustellen. Der Grund: das Projekt sich mit dem armenischen Genozid auseinander ­– ein nach wie vor sensibles Thema in der Türkei.

Über eine Million Armenier sollen in den Jahren 1915 und 1916 bei Massakern im Osten des Landes umgekommen sein, genaue Zahlen sind jedoch umstritten. Die Türkei weigert sich standhaft, die Geschehnisse als Völkermord zu bezeichnen.

Im Abstand von hundert Jahren finde laut Sonneborn nun der nächste Genozid in der Türkei statt – diesmal an den Kurden. Seit letztem Sommer kämpfen Regierungstruppen im Südosten des Landes gegen Mitglieder der kurdischen Arbeiterpartei PKK.

Sonneborn folgert, Deutschland müsse sich daher überlegen, ob es „die Drecksarbeit mit den Flüchtlingen“ nicht jemand anderem übertragen sollte. Der Politiker habe "derzeit keine Türkei-Urlaube“ geplant.

Mit der Reaktion auf seine Rede scheint der Satiriker jedenfalls sehr zufrieden zu sein:

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