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Kann Martin Schulz Kanzler?

Martin Schulz will in den Bundestag. Entweder als neuer Außenminister oder als SPD-Kanzlerkandidat. Oder sogar beides. Der Chef des Europaparlaments wird damit zum wahrscheinlich größten Herausforderer von Angela Merkel. Den Wechsel in die deutsche Politik wird er noch heute offiziell bestätigen, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Will er Kanzler werden?

Schulz will in NRW die SPD-Liste für den Bundestag anführen. Noch unklar ist, ob Schulz für die SPD gegen Angela Merkel antreten wird. Im Gespräch dafür ist auch Parteichef und Vizekanzler Gabriel. Der will aber erst im Januar eine Entscheidung treffen.

Sicher ist aber, dass Schulz ohne Probleme neuer Außenminister werden könnte. Vieles spricht dafür – denn der aktuelle Außenminister Frank-Walter Steinmeier soll schon im Februar neuer Bundespräsident werden (bento). Als neuer Außenminister könnte Schulz dann auch gleich den SPD-Wahlkampf übernehmen.

Schulz ist international so bekannt und erfahren wie kein anderer SPD-Politiker neben Steinmeier. Als Chef des Europaparlaments hat er dafür gesorgt, dass die Volksvertreter in wichtigen EU-Entscheidungen mehr mitzureden haben. Und er weiß, wie man mit rechten Hetzern umgeht:

Wie tickt Martin Schulz?

Der SPD-Politiker gilt als überzeugter Europäer. Seit 1994 sitzt er im Europaparlament. Und seit vier Jahren ist er bereits Chef des Parlaments – obwohl die Amtszeit üblicherweise nur zweieinhalb Jahre geht. EU-Kommissionschef Juncker soll sich sogar dafür eingesetzt haben, dass Schulz noch länger bleibt. Die beiden Politiker gelten als Vertraute, obwohl sie beide unterschiedlichen politischen Lagern angehören.

Schulz spricht gerne Klartext. Im Gegensatz zu vielen anderen Politikern hat er nie studiert. In Würselen bei Aachen betrieb er jahrelang eine Buchhandlung. In einem Interview mit der "Bunten" hat er offen über seine überwundene Alkoholsucht gesprochen – seit 34 Jahren lebt er abstinent.

Was Martin Schulz über die AfD, Flüchtlinge und den Brexit denkt, steht hier – wir haben ihn in Berlin getroffen:


Musik

Das neue Video von "OK Go" dauert nur 4,2 Sekunden – und war so aufwendig wie nie zuvor

Die Band "OK Go" übt sich gerne in aufwendigen Musikvideos – sie choreografieren einen kompletten Song in Schwerelosigkeit, basteln eine überlebensgroße Kettenreaktion oder turnen auf Laufbändern herum. In der Regel drehen sie alle Videos als One Shot, damit die Aufnahme stimmt, muss also viel geübt werden.

Das Video zum neusten Song "This One Moment" dauerte nun nur 4,2 Sekunden.

Und brauchte trotzdem Monate an Vorbereitungen – denn die Band spult es in Ultra-Zeitlupe ab. Plötzlich wird sichtbar, was in dem einen Augenblick alles gleichzeitig passierte. Und wie viel Rhythmusgefühl die Aufnahme brauchte.