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Martin Schulz will nach Berlin. Derzeit ist er Präsident des EU-Parlaments in Brüssel und einer der wichtigsten Politiker der Europäischen Union. Nun will Schulz im anstehenden Wahlkampf für die SPD in den Bundestag einziehen (bento I). Und womöglich zum wichtigsten Politiker Deutschlands werden:

  • Vielleicht wird Schulz neuer Außenminister, wenn unser derzeitiger Außenminister Frank-Walter Steinmeier im Februar zum Bundespräsidenten gewählt wird.
  • Vielleicht wird er auch Spitzenkandidat der SPD – und könnte gar Bundeskanzlerin Angela Merkel ablösen.

Egal, ob überhaupt und wenn ja welche Posten Schulz in Berlin bekommt – seine Rückkehr nach Deutschland ist eine gute Nachricht.

So einen Europäer wie ihn haben wir dringend nötig.

Denn er sagt solche Sätze:

Das europäische Einigungswerk ist in meinen Augen die größte zivilisatorische Errungenschaft der vergangenen Jahrhunderte.
Und solche Sätze:
Die Welt braucht eine starke, selbstbewusste und einige EU, die für ihre Werte einsteht.
Schulz sagt so was nicht einfach, er meint es.

Als Präsident hat er dem EU-Parlament erst Größe verliehen. War es in den vergangenen Jahren vor allem eine übergroße Bürokratenversammlung, hat Schulz das Abgeordnetenhaus seit seinem Amtsantritt 2012 zur Stimme des Volkes umgebaut (bento II). Im Gegensatz zu den anderen EU-Institutionen wird es ja auch direkt von den Bürgern gewählt.

So eine Veränderung hat auch die SPD nötig. Außenminister Frank-Walter Steinmeier? Redet viel, ohne je etwas zu sagen. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel? Schließt Waffen- und Energiedeals mit den Autokraten dieser Welt.

Schulz hingegen reicht zwar außenpolitisch vielen Ländern die Hand. Aber behält trotzdem Rückgrat. Die Verhaftungswellen und Presseverfolgungen in der Türkei hat er zuletzt immer wieder deutlich angeprangert.

Auch über die SPD hinaus könnte Schulz zur wichtigen Figur werden.

Seine Stimme wird im Widerstand gegen Populisten, egal ob von rechts oder links, dringend gebraucht. Schulz spricht Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Niederländisch (und rheinische Mundart). Sein Blick auf die Welt ist der vom gemeinsamen Miteinander, nicht vom nationalstaatlichen Nebenher.

Die "New York Times" schrieb, Angela Merkel sei derzeit die letzte verbliebene Politikerin, die den liberalen Westen vertritt. Das klingt etwas übertrieben. Was aber stimmt: Deutschlands Rolle in der EU und in der Welt wird wichtiger.

Ein Staatsmann wie Schulz kommt da genau zur richtigen Zeit.


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