Zwei Fragen zu dem bewaffneten Angriff

Die Marine von Marokko hat am Dienstag im Mittelmeer auf ein Boot mit Geflüchteten geschossen. Dabei tötete sie eine Frau. Laut marrokanischen Behörden seien drei weitere Menschen verletzt. (SPIEGEL ONLINE)

Was ist passiert?

Der Angriff passierte den Angaben zufolge nahe M'diq-Fnideq bei der Hafenstadt Tanger.

Die Behörden sagen, sie seien gezwungen gewesen, das Feuer zu eröffnen. Das Rennboot, das von einem Spanier gesteuert wurde, habe nicht auf ihre Anweisungen reagiert.

Vier Menschen wurden verletzt, eine von ihnen starb wenig später im Krankenhaus. Der Spanier wurde festgenommen.

Wie ist die Lage vor Ort?

Italien verweigert Geflüchteten über das Mittelmeer die Einreise. Deshalb machen sich mehr Menschen auf den Weg nach Spanien. Der Abstand zwischen Marokko und Spanien beträgt in der Straße von Gibraltar stellenweise nur 14 Kilometer.

In Marokko liegen die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla. Diese gehören zum Staatsgebiet Spaniens.

Die spanische Regierung verlangt von Marokko, Ausreisen von Geflüchteten zu verhindern. Seit Jahresbeginn soll das nordafrikanische Land 54.000 Menschen an der Reise in die EU gehindert haben.


Gerechtigkeit

Nach Kauder-Niederlage: Was macht eigentlich ein Fraktionschef?
Drei Fragen zur Neubesetzung der Position

Volker Kauder ist als Fraktionschef überraschend abgelöst worden, Ralph Brinkhaus bekommt seinen Posten. Seine Macht ist enorm.

Die Unionsfraktion im Bundestag hat ihren Vorsitzenden Volker Kauder nach 13 Jahren im Amt abgewählt. Nun tritt Ralph Brinkhaus an seine Stelle. Damit wird Brinkhaus in Zukunft die CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Bundestag vertreten. (bento)