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"Belegt lieber Wiederbelebungskurse."

Die Rede von Emma González, ihre Worte, ihr Schweigen, ihre Tränen. Die Hunderttausenden auf den Straßen. Es war ein bedrückender und mächtiger Anblick, der "March for our lives".

Organisiert hatten die Demo für strengere Waffengesetze Schüler aus Florida. Dort hatte ein 19-Jähriger Schüler im Februar 14 Jugendliche und drei Erwachsene erschossen. Seine halbautomatische Waffe hatte er legal gekauft.

Seitdem gehen Schüler in ganz Amerika auf die Straße – eine nationale Protestbewegung ist entstanden, die größte seit Jahrzehnten. 

Die vielleicht dümmste Antwort darauf hat ein ehemaliger Senator der Republikaner, Rick Santorum.

Zum Sender CNN sagte er: "Belegt lieber Wiederbelebungskurse oder versucht, auf Situationen mit einem Todesschützen richtig zu reagieren." 

Sie sollten nicht von Gesetzgebern verlangen, sie zu beschützen. Stattdessen sollten sie ihre eigene Nachbarschaft und Gemeinschaft stärken. "Sie sollten sie fragen: Wie kann ich in meiner Gemeinschaft Mobbing oder Tyrannei verhindern?" Faule Waffengesetze hingegen würden niemandem weiterhelfen. 

Aha. 

Ziemlich viele machten Santorums Aussagen ziemlich wütend. Und sie werfen die Frage auf, ob er selbst überhaupt wisse, wie und wann Wiederbelebungsmaßnahmen funktionieren?

Erica Lafferty, deren Mutter bei einem Amoklauf in einer Grundschule umkam, veröffentlichte ein öffentliches Statement.

Ricks Worte sind eine Beleidigung für die Schüler von Parkland, meine Familie und unzählige andere, die ihre Liebenden aufgrund von Waffengewalt verloren haben. Vorzuschlagen, die Lösung für Waffengewalt sei es, Wiederbelebungsmaßnahmen zu lernen, ist unfassbar. Es zeigt, dass die NRA nichts weiter vorhat, als Amerikas schwache Waffengesetze zu schützen.

Gerechtigkeit

Spahn jetzt doch bereit zu Kompromiss beim Thema Abtreibung
Diese SPD-Kollegin hat ihm Druck gemacht.

Das Thema Abtreibung spaltet die Große Koalition: Die CDU ist gegen eine Änderung des umstrittenen Paragrafen 219a, Teile der SPD wollen hingegen genau das. 

Der Paragraf verbietet Ärzten, auf ihren Webseiten über Abtreibungen zu informieren – Kritiker sehen das als Werbung für den Eingriff, andere fürchten, Frauen werden so mit dieser wichtigen Entscheidung allein gelassen.

Nun könnte doch Bewegung in die Diskussion um 219a kommen, ausgerechnet durch einen der schärfsten Kritiker: Gesundheitsminister Jens Spahn.