Bild: Chris Grodotzki/Sea-Watch.org/dpa

Zwei Tage vor Heiligabend nahmen die deutschen Retter der Organisation Sea Watch 33 Geflüchtete aus dem Mittelmeer auf. Nach beinahe zwei Wochen auf stürmischer See verschlechterte sich die Lage an Bord der "Sea Watch 3" zunehmend, weshalb das Rettungsschiff jetzt in maltesische Gewässer einfahren darf, ebenso wie ein weiteres deutsches Schiff mit Migranten an Bord. Einen sicheren Hafen gibt es aber noch nicht.

Was ist passiert?

Am 22. Dezember hatte das Schiff "Sea Watch 3" 33 Personen in internationalen Gewässern nördlich der libyschen Küste aufgenommen. Italien, Malta und Spanien verwehrten jedoch bislang die Einfahrt in einen Hafen. Ein Schiff der deutschen Organisation "Sea-Eye" hatte am Samstag weitere 17 in Seenot geratene Geflüchtete gerettet.

Nach Tagen des Sturms litten die meisten der Geretteten unter Seekrankheit, zudem sollte sich die Wetterlage nochmals verschlechtern. Aufgrund der Situation an Bord lasse man die Schiffe in die Gewässer des Landes einfahren, erklärte die maltesische Marine. (Tagesschau)

"Sea Watch" twitterte, man dürfe jetzt zwar näher an die Küste fahren – "mehr nicht". Die Organisation appellierte an die Länder: Es sei Zeit für eine "europäische Antwort auf diese humanitäre Krise".

Wie geht es weiter?

Die Stadt Berlin hat sich bereits offen dafür gezeigt, einige der Geflüchteten der "Sea Watch 3" aufzunehmen – und ist damit nicht allein: Laut der Organisation gebe es auch weitere Städte und Bundesländer, die bereit seien, Geflüchtete aufzunehmen. Innenminister Horst Seehofer bremste die Bemühungen bislang allerdings: Er sagte, die Aufnahme müsse im europäischen Rahmen geschehen, das heißt, es sollten sich auch andere Länder beteiligen.

Doch auch diese Bereitschaft gibt es: Die Niederlande erklärten sich am Mittwoch bereit, einen Teil der Geretteten aufzunehmen, sofern auch andere EU-Staaten Betroffene aufnähmen (Tagesschau). Doch wie lange es noch dauert, bis es tatsächlich einen sicheren Hafen für die beiden Schiffe gibt, ist noch unklar.


Grün

Die 15-jährige Klimaretterin Greta Thunberg lehnt internationale Einladungen ab – wegen Flugemissionen

Sie schwänzt die Schule, um das Klima zu retten und argumentiert beim Klimagipfel Politiker an die Wand. Mittlerweile hat sich die 15-jährige Greta Thunberg als bekannte Klimaschutzaktivistin etabliert und sorgt dafür, dass immer mehr Menschen sich mit dem Klimawandel und seinen Folgen beschäftigen.

Natürlich wird auch sie regelmäßig eingeladen, an verschiedenen Orten zu sprechen. Auf Konferenzen und in Fernsehshows.

Viele der Einladungen wird sie aber ablehnen. Der Grund: Sie möchte nicht fliegen, um das Klima zu schützen. In einem Facebook-Eintrag schreibt sie:

"Nach dem Weltklimagipfel wurde ich eingeladen, an Orten wie Orten wie Panama, New York, San Francisco, Abu Dhabi, Vancouver, Britische Jungferninseln ... zu sprechen. Leider wird unser verbleibendes CO2-Budget keine derartigen Reisen zulassen."

Ihre Generation werde in "absehbarer Zeit" nur in Notfällen fliegen können – weil die vorigen Generationen die Ressourcen verbraucht hätten.

"Ich werde versuchen, so viele Orte wie möglich zu besuchen, ohne zu fliegen. Und auch per Videoübertragung teilnehmen. Zeigt gemeinsam mit mir eure Klimaschutzmaßnahmen, damit wir der Welt zeigen können, was wir gegen den Klimawandel tun. Natürlich sind ein Flugstopp und eine vegane Lebensweise nicht die Lösung. Wir müssen uns so schnell wie möglich um einen CO2-freien Lebensstil bemühen. Politische Entscheidungen sind notwendig. Da es sie noch nicht gibt, müssen wir das tun, was wir können, um die politische Bewegung zum Leben zu erwecken." 

Der ganze Facebook-Eintrag von Greta: