Bild: Oli Scarff/Getty Images

Aus Aleppo erreichten uns in den vergangenen Tagen unerträgliche Videos. Es waren Hilferufe aus einer umkämpften Stadt, aus der ein Entkommen unmöglich schien. (Spiegel Online)

Am Dienstag nahmen die syrischen Regierungstruppen Aleppo fast komplett ein. Zivilsten, unter ihnen viele Kinder, warteten darauf, die Stadt zu verlassen. Nun hat sich die Situation offenbar etwas beruhigt, die Evakuierung Ost-Aleppos hat begonnen. Die Uno hofft auf eine schnelle Rettung der Zivilisten. (Spiegel Online)

Die furchtbaren Nachrichten aus Aleppo bewegten auch die Friedensnobelpreisträgerin Malala, 19. Sie postete einen offenen Brief auf Facebook. Es ist das Schicksal der Kinder, das sie besonders bestürzt: "Es sind dieselben Kinder, die leiden. Diejenigen, über die wir immer sagen, dass wir ihnen sicherlich geholfen hätten, wären wir nur da gewesen."

Malala Yousafzai setzte sich als junges Mädchen in Pakistan für die Rechte von Kindern ein und brachte sich damit in Lebensgefahr – ein Taliban schoss aus nächster Nähe auf sie, Malala überlebte. Zwei Jahre später wurde die damals 17-Jährige zur jüngsten Friedensnobelpreisträgerin der Geschichte erklärt.

Ihr Brief klingt betroffen und ernst. Aber auch entschlossen.

Die wichtigsten Zitate:
"Die Geschichte wiederholt sich."
"Wenn ich nach Syrien schaue, sehe ich den Genozid in Ruanda. Wenn ich die verzweifelten Worte von Bana Alabed aus Aleppo lese, sehe ich Anne Frank in Amsterdam."
Die siebenjährige Bana hatte regelmäßig aus Aleppo getwittert.
Sie gab dem Wahnsinn des Krieges eine traurige Stimme. Mittlerweile ist ihr Account gelöscht.
"An die Kinder unter Belagerung in Aleppo, ich bete, dass ihr sicher herauskommt. Ich bete, dass ihr stark werdet, zur Schule geht und eines Tages Frieden in eurem Land seht."
"Gebete sind nicht genug. Wir müssen handeln."
"Die internationale Gemeinschaft muss alles tun, um diesen unmenschlichen Krieg zu beenden."
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Hier der komplette Brief von Malala:

"Today I feel as though I’m watching the worst of our past repeat itself.

When I look at Syria, I see the Rwandan genocide. When I read the desperate words of Bana Alabed in Aleppo, I see Anne Frank in Amsterdam.

History shows us the same children suffering, the ones we always say we surely would have helped, if only we had been there. But history does not fall from the sky, it is us who make it.

To the children under siege in Aleppo, I pray that you will get out safely. I pray that you will grow up strong, go to school and see peace in your country some day.

But prayers are not enough. We must act. The international community must do everything they can to end to this inhumane war. The Syrian regime must give safe passage to people who want to leave and allow aid workers into Aleppo to save as many lives as they can.

May God be with the children of Aleppo, even if our world leaders are not."


Haha

Germany, we need to talk – und zwar über deinen Tee

Elena Cresci, 27, Waliserin, hat schon mehrmals in Deutschland gelebt. Sie kennt das Land, seine Sprache und seine Leute ziemlich gut. Doch es gibt immer noch ein paar Dinge, die sie einfach nicht versteht. In der ersten Folge unserer Satire-Kolumne "Germany, we need to talk!" geht es um eine Sache, die ihr als Britin besonders wichtig ist: Tee!