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Was ist passiert?

In Mainz haben Polizisten eine schwangere Frau aus dem Krankenbett geholt, um sie nach Kroatien abzuschieben. In einem Rettungswagen wurde sie zum Flughafen Hannover gebracht, wo sie jedoch Widerstand leistete. Die Abschiebung wurde deshalb abgebrochen. Der Flüchtingsrat zeigt sich empört. 

Die Frau war wegen der Schwangerschaft und einer Diabetes-Erkrankung im Krankenhaus. Eine Ärztin der Klinik habe ihr noch vor der geplanten Abschiebung die Reisefähigkeit bescheinigt, teilte die für die Abschiebung zuständige Kreisverwaltung Mainz-Bingen mit. 

Warum sollte die Frau abgeschoben werden?

Gemeinsam mit ihrem ein Jahr alten Sohn sollte die junge Frau aus dem Iran abgeschoben werden. Da Kroatien das Land der EU war, in das sie als erstes eingereist ist, sollte sie entsprechend der Dublin-Regelung dorthin zurück. Nach Angaben der Kreisverwaltung hatte die Familie in Kroatien auch einen Asylantrag gestellt, bevor sie nach Deutschland kam. Dieser wurde jedoch Ende Juli abgelehnt. 

Ein Abschiebeversuch war bereits gescheitert, weil sich die Familie dagegen zur Wehr setzte. Der Vater kam daraufhin ins Abschiebegefängnis nach Ingelheim, wo er auch jetzt noch inhaftiert ist. Die junge Mutter wurde in die benachbarte Flüchtlingsunterkunft gebracht, bevor sie ins Krankenhaus kam.

Was waren die Reaktionen?

Der Flüchtlingsrat Rheinland-Pfalz äußerte sich "empört, dass es zu einer solchen überfallartigen Szene durch Uniformierte in einem Krankenhaus kam". Eine nächtliche Abschiebung aus einer Klinik sei "ein Tabubruch, der sich nicht wiederholen darf", hieß es in einem von zwölf Organisationen unterzeichneten offenen Brief. 

Die Kreisverwaltung hält den Abschiebeversuch offenbar für richtig. Sie erklärte, dass die Ausländerbehörde in Kontakt mit dem Integrationsministerium nun weitere Schritte prüfe. "Klar ist dabei, dass wir uns an Recht und Gesetz halten müssen und dies bisher auch getan haben", sagte Landrätin Dorothea Schäfer von der CDU.

Mit Material von dpa




Haha

Hanna kann nur Hochdeutsch. Wir haben versucht, ihr Schwäbisch beizubringen

Aus Brötchen wird Semmel oder Schrippe, aus dem einfachen "Hallo" wird "Tach" oder "Servus". Nur da, wo ich ursprünglich herkomme, bleibt Brötchen einfach Brötchen und Hallo bleibt Hallo. Denn ich komme aus Hannover, wo das höchste Hochdeutsch – und damit leider auch das langweiligste Deutsch – gesprochen wird. 

Zum Glück habe ich aber Kollegen aus allen Landesteilen, die noch Hoffnung für meine sprachliche Individualität haben und mir als Dialekte-Lehrer zur Seite stehen. 

Wie Lisa versucht, mir Schwäbisch beizubringen, seht ihr im Video.